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C1  ·  Über die Zukunft sprechen

Future in the Past: was going to

was going to, would, was to

Etwas lag damals noch vor uns und liegt heute dahinter. Dafür hat das Englische eigene Formen.

Auf einen Blick

Merksatz
was going to war die Absicht, would war das Ende, was to war der Plan.
Wann

Formen, die keine Zeit meinen — Eine Zukunftsform für eine Vermutung, eine Vergangenheitsform für Höflichkeit: Der Name sagt hier nichts über den Zeitpunkt.

Form
I was going to write, but I forgot.Absicht damals
Signalwörter
  • was going to
  • would
  • was to
  • the next day
  • later
  • never again
Falle
Falsch:He should return in April, and he did.
Richtig:He would return in April, and he did.

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Die Form

So bildest du die Formen

In jeder Zeile steht zuerst die Bedeutung, dann die Form auf Englisch. Farbig ist, was sich von Form zu Form ändert.

Stamm (regelmäßig) Zeitmerkmal Hilfsverb

Absicht damalsI was going to write, but I forgot.
ich wollte anrufenI was going to call
du wolltest anrufenyou were going to call
er, sie, es wollte anrufenhe, she, it was going to call
wir wollten anrufenwe were going to call
ihr wolltet anrufenyou were going to call
sie wollten anrufenthey were going to call
was dann eintratHe would return twenty years later.
ich sollte erst später verstehenI would understand later
du solltest erst später verstehenyou would understand later
er, sie, es sollte erst später verstehenhe, she, it would understand later
wir sollten erst später verstehenwe would understand later
ihr solltet erst später verstehenyou would understand later
sie sollten erst später verstehenthey would understand later
vorgesehenThe meeting was to start at nine.
ich sollte um neun anfangenI was to start at nine
du solltest um neun anfangenyou were to start at nine
er, sie, es sollte um neun anfangenhe, she, it was to start at nine
wir sollten um neun anfangenwe were to start at nine
ihr solltet um neun anfangenyou were to start at nine
sie sollten um neun anfangenthey were to start at nine
vorgesehen, aber nicht geschehenThe meeting was to have started at nine.
geplanter AblaufShe was leaving the next morning.

Die Regeln im Einzelnen

Die Form dieses ThemasDas Wort, das sie verlangt

  1. was going to nennt eine Absicht, die bestand — nicht unbedingt eine, die sich erfüllte.

    We were going to walk, but it rained.Wir wollten zu Fuß gehen, aber es regnete.

  2. would in einer Erzählung nennt, was später wirklich geschah.

    That decision would cost him the job.Diese Entscheidung sollte ihn die Stelle kosten.

  3. was to nennt eine Anordnung oder eine Fügung, nicht eine eigene Absicht.

    Nobody was to leave before six.Niemand durfte vor sechs gehen.

  4. Die Verlaufsform der Vergangenheit trägt einen fest verabredeten Ablauf.

    He was flying home the next day.Er flog am nächsten Tag nach Hause.

Beispielsätze

I was going to tell you, and then the moment passed.Ich wollte es Ihnen sagen, und dann war der Augenblick vorbei.

She sold the shop in 1994. She would never regret it.Sie verkaufte den Laden 1994. Sie sollte es nie bereuen.

The report was to be published in May.Der Bericht sollte im Mai erscheinen.

The report was to have been published in May.Der Bericht hätte im Mai erscheinen sollen.

They were catching the early train, so nobody stayed up.Sie nahmen den frühen Zug, also blieb niemand auf.

Noch 6 Beispielsätze

We were about to leave when the phone rang.Wir wollten gerade gehen, als das Telefon klingelte.

He was meeting her the following morning.Am nächsten Morgen wollte er sie treffen.

The train was to have arrived at six.Der Zug hätte um sechs ankommen sollen.

She had no idea that she would never see the house again.Sie ahnte nicht, dass sie das Haus nie wiedersehen würde.

They were going to sell, but then prices fell.Sie wollten verkaufen, dann fielen die Preise.

The letter was to remain unopened for forty years.Der Brief sollte vierzig Jahre lang ungeöffnet bleiben.

Die typisch deutsche Falle

Aufgepasst

would ist hier kein Konjunktiv. He would return in April heißt in einer Erzählung: er kam im April zurück, und das ist gesichert. Wer es als würde liest, dreht die Aussage in eine Vermutung um. Das Deutsche hat für diesen Gebrauch sollte, nicht würde — und genau daran erkennt man, welches der beiden gemeint ist. Nur darf dieses sollte nicht als should zurückkommen: should gibt einen Rat oder eine Erwartung wieder („müsste eigentlich“) und erzählt nichts.

Falsch:He should return in April, and he did.
Richtig:He would return in April, and he did.

Ausführlich erklärt

Ganze Erklärung lesen · ca. 1 Min.

Wer eine Geschichte erzählt, steht mit beiden Beinen in der Vergangenheit. Von dort aus gibt es trotzdem ein Später — den Moment, der damals noch kommen sollte. Das Englische hat dafür drei Formen, und sie sagen Verschiedenes.

was going to steht für eine Absicht, die damals bestand: I was going to call you, but the meeting ran over. Ob es dazu kam, sagt der Satz nicht — und meistens kam es nicht dazu, weshalb ein aber folgt.

would steht für das, was aus heutiger Sicht tatsächlich eintrat, und gehört in die Erzählung: She left in March. She would never see the house again. Das ist kein Konditional, sondern ein Rückblick nach vorn, und es ist eine der wirkungsvollsten Formen der englischen Prosa.

was to steht für etwas Angeordnetes oder vom Schicksal Bestimmtes: The train was to leave at six (so war es vorgesehen). Und was to have done sagt, dass es nicht geschah: The train was to have left at six.

Genauer hingesehen

Warum diese Form in Romanen so oft steht

Ein Erzähler weiß, wie es ausgeht, und die Leserin nicht. would ist die Form, in der er das eine Mal durchblicken lässt, ohne die Erzählzeit zu verlassen: He shook her hand. They would not meet again for eleven years. Zwei Sätze, und der zweite legt über den ersten ein Gewicht, das er allein nicht hätte.

Im Sachtext leistet dieselbe Form etwas Ähnliches, nur nüchterner: The clause was added in 1998. It would prove expensive. Wer den Satz mit later proved schreibt, sagt dasselbe und verliert den Blick nach vorn.

Ausnahmen und Sonderfälle2
  1. Ausnahme

    Wenn would in einem if-Satz steht

    dann ist es der Konditional und nicht der Rückblick.

    If I had known, I would have come.Hätte ich es gewusst, wäre ich gekommen.

    Warum? Im Bedingungsgefüge ist would die Folge einer Annahme und kein Rückblick auf etwas Geschehenes.

  2. Ausnahme

    Wenn would eine wiederholte Gewohnheit meint

    dann ist es ein dritter Gebrauch — und dort austauschbar mit used to.

    Every summer she would drive south.Jeden Sommer fuhr sie nach Süden.

    Warum? Diese Bedeutung braucht einen Zeitrahmen im Satz; ohne ihn liest man den Rückblick.

Besonderheiten3
  1. Besonderheit

    was going to sagt oft, dass nichts daraus wurde

    Der Satz behauptet es nie ausdrücklich, aber ein Zuhörer hört es mit: I was going to call you erwartet ein „aber“. Wer sagen will, dass es geschah, nimmt eine gewöhnliche Vergangenheit.

    I was going to write, but the address was lost.Ich wollte schreiben, aber die Adresse war weg.

  2. Besonderheit

    Das erzählende would

    In Berichten und Biographien nennt would, was später wirklich eintrat: She left in 1994; she would return only once. Das ist kein Konditional und keine Gewohnheit, sondern der Blick des Erzählers, der das Ende schon kennt.

    The film flopped; it would later become a classic.Der Film fiel durch; später sollte er ein Klassiker werden.

  3. Besonderheit

    was to und was to have

    was to nennt eine Anordnung oder Fügung, die vorgesehen war — erzählend auch eine, die eintrat. was to have plus drittem Stamm sagt, dass sie ausblieb. Der eingeschobene Infinitiv Perfekt trägt die ganze Verneinung — ausgesprochen wird sie nicht.

    She was to have spoken at the conference.Sie hätte auf der Tagung sprechen sollen.

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