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B1  ·  Satzbau

Question Tags

das angehängte „oder?“

Ein deutsches „oder?“ — und dafür braucht das Englische eine kleine Rechnung.

Auf einen Blick

Merksatz
Hilfsverb aus dem Satz, Vorzeichen umdrehen.
Form
You are ready, aren’t you?bejaht → verneint
Signalwörter
  • isn’t it
  • aren’t you
  • doesn’t he
  • did they
  • shall we
  • will you
Falle
Falsch:You work here, isn’t it?
Richtig:You work here, don’t you?

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Die Form

Die Muster auf einen Blick

In jeder Zeile steht zuerst, wann oder wofür man das Muster braucht, dann ein Beispiel auf Englisch.

Verneinung

bejaht → verneintYou are ready, aren’t you?
verneint → bejahtShe does not know, does she?
ohne HilfsverbHe works here, doesn’t he?
SonderfallI am late, aren’t I?
AufforderungOpen the window, will you?

Die Regeln im Einzelnen

Die Form dieses ThemasDas Wort, das sie verlangt

  1. Bejahter Satz bekommt ein verneintes Anhängsel und umgekehrt.

    It is cold today, isn’t it?Heute ist es kalt, oder?

  2. Das Hilfsverb wird aus dem Satz übernommen, sonst tritt do ein.

    They came by car, didn’t they?Sie sind mit dem Auto gekommen, oder?

  3. Sätze mit never, hardly, nothing, nobody gelten als verneint.

    You never told him, did you?Du hast es ihm nie gesagt, oder?

  4. Die Tonhöhe entscheidet: fallend heißt Zustimmung suchen, steigend heißt wirklich fragen.

    You are from Berlin, aren’t you?Du bist aus Berlin, nicht wahr?

Beispielsätze

You have met her before, haven’t you?Du hast sie schon einmal getroffen, oder?

He cannot drive, can he?Er kann nicht Auto fahren, oder?

Let us take a break, shall we?Machen wir eine Pause, ja?

Nothing happened, did it?Es ist nichts passiert, oder?

Noch 6 Beispielsätze

You are coming, aren’t you?Du kommst doch, oder?

She does not smoke, does she?Sie raucht nicht, oder?

It is cold today, isn’t it?Es ist kalt heute, nicht wahr?

They have not paid, have they?Sie haben nicht bezahlt, oder?

You can drive, can’t you?Du kannst fahren, oder?

Let us go, shall we?Gehen wir, ja?

Die typisch deutsche Falle

Aufgepasst

Deutschsprachige hängen or? oder no? an, was es im Englischen nicht gibt, oder benutzen für alles isn’t it? — das gilt nur, wenn der Satz mit is gebildet ist. You like coffee, isn’t it? ist falsch; richtig ist don’t you?

Falsch:You work here, isn’t it?
Richtig:You work here, don’t you?

Ausführlich erklärt

Ganze Erklärung lesen · ca. 1 Min.

Wo das Deutsche ein oder?, nicht wahr? oder gell? anhängt, baut das Englische ein kleines Frageanhängsel aus Hilfsverb und Pronomen: You are coming, aren’t you?

Die Regel ist mechanisch. Ist der Satz bejaht, ist das Anhängsel verneint — und umgekehrt. Das Hilfsverb wird aus dem Satz übernommen; ist keines da, tritt do ein. Das Pronomen greift das Subjekt auf.

Ausnahmen, die man kennen sollte: I am wird zu aren’t I. Nach einem Imperativ steht will you oder won’t you. Nach Let us steht shall we. Und bei never, hardly, nothing oder nobody gilt der Satz als verneint, das Anhängsel ist also bejaht.

Genauer hingesehen

Das Anhängsel spiegelt den Satz

Ein bejahter Satz bekommt ein verneintes Anhängsel und umgekehrt. Das Hilfsverb wird übernommen, das Subjekt wird zum Pronomen: You are coming, aren't you?

Im Deutschen genügt „oder?“ oder „nicht wahr?“ für jeden Satz. Das Englische baut jedes Mal neu — deshalb ist es eine der wenigen Stellen, an denen man beim Sprechen wirklich mitdenken muss.

You have not seen her, have you?Du hast sie nicht gesehen, oder?

Ausnahmen und Sonderfälle2
  1. Ausnahme

    Wenn der Satz mit I am beginnt

    dann heißt das Anhängsel aren't I.

    I am late, aren't I?Ich bin zu spät, oder?

    Warum? amn't gibt es im Standardenglischen nicht. Die Lücke wird mit aren't gefüllt.

  2. Ausnahme

    Wenn der Satz ein Imperativ ist

    dann steht will you, unabhängig von der Form.

    Close the window, will you?Mach bitte das Fenster zu, ja?

    Warum? Bei Let's heißt es shall we — zusammen mit aren't I die Ausnahmen von der Spiegelregel.

Besonderheiten3
  1. Besonderheit

    Positiv zieht negativ nach sich und umgekehrt

    Der Satz und sein Anhängsel sind immer gegenläufig: You are coming, aren’t you? — You are not coming, are you? Das Deutsche hat für alles ein oder?, und deshalb bleibt die Umkehrung lange ungewohnt.

    He was there, wasn’t he?Er war da, oder?

  2. Besonderheit

    Die Stimme entscheidet, was gefragt ist

    Geht sie am Ende hoch, ist es eine echte Frage. Bleibt sie unten, sucht der Sprecher Zustimmung. Dieselben Worte, zwei ganz verschiedene Sätze.

    Lovely day, isn’t it?Schöner Tag, nicht wahr?

  3. Besonderheit

    Drei Sonderfälle

    I am → aren’t I. Ein Imperativ → will you. Let’s → shall we. Diese drei folgen der Regel nicht und sind trotzdem die häufigsten.

    I am late, aren’t I?Ich bin zu spät, oder?

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