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Englische Verben

Ein englisches Verb hat fünf Formen. Das ist die ganze Beugung — und der Grund, warum englische Verben leichter sind, als ihr Ruf sagt, und trotzdem regelmäßig schiefgehen.

Fünf Formen, mehr gibt es nicht

Ein deutsches Verb hat rund zwei Dutzend Formen. Ein englisches hat fünf, und bei den allermeisten Verben sind zwei davon gleich:

FormBeispielWozu
Grundformwork nach to, nach Modalverben, im Imperativ
3. Person Einzahlworks nur he, she, it — sonst nie
Verlaufsformworking nach be, und als Nomen
Vergangenheitworked steht allein: I worked
Partizipworked steht nie allein: nach have, im Passiv

Bei regelmäßigen Verben sind die letzten beiden identisch, und man merkt den Unterschied nur daran, was davorsteht. Bei den 140 unregelmäßigen sind sie es oft nicht — und genau deshalb muss man sie einzeln können. Mehr Unregelmäßigkeit als das gibt es nicht: Diese Verben bilden ihre Verlaufsform und ihr -s völlig normal.

Die typisch deutsche Falle

Das -s in der dritten Person ist die häufigste Auslassung Deutschsprachiger, und zwar dauerhaft: Sie fällt beim Sprechen nicht auf, weil sie den Satz nicht kaputt macht, und wird deshalb nie korrigiert.

Falsch: He work in Berlin.
Richtig: He works in Berlin.

Die Gegenprobe ist einfach: Steht davor he, she oder it — oder etwas, wofür eines davon stünde —, dann hat das Verb ein -s. Immer, außer nach einem Modalverb.

Die zweite Falle: das Verb ohne Endung nach einem Modalverb

Nach can, must, will, should, may und den anderen steht die nackte Grundform. Kein to, kein -s, keine Vergangenheit: she can swim, nicht she can swims und nicht she can to swim. Im Deutschen ist es genauso — sie kann schwimmen —, und trotzdem passiert es, weil das Englische sonst so viel mit to arbeitet.

Wo es weitergeht

Was ein Verb kann, steht oben. Wann man welche Form nimmt, ist die Frage nach den Zeiten, und die hat eine eigene Seite. Diese hier hört bewusst auf, bevor sie eine schlechte Kopie davon wird.

Die 140 unregelmäßigen Verben Die englischen Zeiten

Die 47 Grammatikthemen rund um das Verb

Jedes mit Erklärung, Formtabelle, Beispielsätzen und eigenen Übungen.

A1Simple PresentWas immer gilt, was regelmäßig geschieht, was Tatsache ist.A1Present ProgressiveWas genau jetzt läuft — oder in diesen Wochen.A2Simple Present oder Present Progressive?Dieselbe Zeit, zwei Formen — und ein Bedeutungsunterschied.B1Verben ohne VerlaufsformManche Verben beschreiben keinen Vorgang — und stehen deshalb nie im -ing.A2Simple PastWas zu einem abgeschlossenen Zeitpunkt geschah.A2Past ProgressiveWas zu einem Zeitpunkt der Vergangenheit gerade lief.A2Present PerfectVergangenes, das für die Gegenwart zählt.B1Present Perfect ProgressiveWie lange etwas schon läuft — und dass es noch läuft.B1Present Perfect oder Simple Past?Zählt der Zeitpunkt oder das Ergebnis?B1Past PerfectWas schon vorbei war, als etwas anderes geschah.B2Past Perfect ProgressiveWie lange etwas schon gelaufen war, bevor etwas anderes geschah.B1used to und wouldWas früher so war und heute nicht mehr.A1to beDas wichtigste Verb der Sprache — und das unregelmäßigste.A1have und have gotZweimal dasselbe — aber Frage und Verneinung laufen anders.C1Die Vergangenheit als AbstandEine Vergangenheitsform, die nichts über die Vergangenheit sagt — sondern höflicher klingt.A2going toWas schon beschlossen ist — oder sich gerade abzeichnet.A2willWas man glaubt, gerade beschließt oder zusagt.A2Present Progressive für VerabredungenEin Termin mit anderen Menschen — schon abgemacht.B1Simple Present für FahrpläneAbfahrt, Beginn, Öffnungszeit — nicht Ihre Entscheidung.B1Kein will nach when und ifDer Nebensatz bleibt in der Gegenwart, auch wenn er Zukunft meint.B2Future ProgressiveMorgen um zehn bin ich mittendrin.B2Future PerfectBis Freitag ist es erledigt.B1Welche Zukunftsform wann?Fünf Formen, eine einzige Frage: Wer hat das entschieden — und wann?C1Zukunft aus vergangener SichtEtwas lag damals noch vor uns und liegt heute dahinter. Dafür hat das Englische eigene Formen.A2Wie Modalverben sich verhaltenKein -s, kein to, kein do — und keine Zeitformen.A2can, could, be able toDieselben drei Wörter für drei verschiedene Sachen.B1must, have to, needWer sagt, dass es sein muss? Und was heißt es, wenn es nicht muss?B1may, might, be allowed toDürfen — und die vorsichtige Vermutung.B1should, ought to, had betterDrei Abstufungen zwischen Vorschlag und Drohung.B2Wie sicher ist das?Von „muss so sein“ bis „kann nicht sein“ — in sechs Stufen.B2Modalverben in der VergangenheitWas hätte sein können, sollen oder müssen.B1Höflich fragen und bittenDieselbe Bitte, vier Höflichkeitsstufen.C1shall in Verträgen und VorschriftenEin Modalverb, das im Alltag fast ausgestorben ist und in Verträgen jede zweite Zeile trägt.B1Passiv bildenEine Formel, alle Zeitformen.B1Wann das Passiv stehtVier gute Gründe — und einer, der keiner ist.B2Passiv mit zwei ObjektenEin Satz mit zwei Objekten hat zwei Passivfassungen — und die übliche ist die, die es im Deutschen nicht gibt.C1It is said that … / He is said to …Wie man etwas weitergibt, ohne dafür geradezustehen.B2have something doneNicht selbst tun, sondern tun lassen — und das sagt man mit have.B2Das get-PassivUmgangssprachlicher, plötzlicher, oft unangenehmer.B1Verben mit -ingWo das Englische ein -ing verlangt und das Deutsche ein „zu“.B1Verben mit toAbsicht, Plan, Entscheidung — und der Zweck einer Handlung.B2Verben mit beidem — und mit UnterschiedDieselben Verben, zwei Fortsetzungen, zwei Bedeutungen.B2Verben mit nackter GrundformHier fällt das to weg.B2Die vier englischen Wörter für „lassen“Ein deutsches Wort, vier englische — und keines passt überall.B2Phrasal Verbsgive, give up, give in, give away — vier Verben, ein Stamm.A2Unregelmäßige VerbenRund zweihundert Verben, und ausgerechnet die häufigsten.C1Was nach einem Nomen oder Adjektiv folgtNicht nur Verben verlangen ein bestimmtes Muster — Nomen und Adjektive tun es auch, und ihr Muster ist ein anderes.

1107 Verben abfragen

Die Verben aus dem Grundwortschatz, quer durch alle Themenlisten.