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B1  ·  Was nach einem Verb kommt

Verben mit -ing

das Gerundium

Wo das Englische ein -ing verlangt und das Deutsche ein „zu“.

Die Form auf -ing kann als Nomen auftreten: Swimming is good for you. In dieser Rolle steht sie überall dort, wo ein Nomen stehen könnte — als Subjekt, als Objekt, nach einer Präposition.

Die Regel nach einer Präposition ist ausnahmslos: Auf in, on, at, for, about, of, without, before, after, by folgt immer -ing, nie ein Infinitiv. Das gilt auch, wenn die Präposition zu einem Verb gehört: look forward to, be used to, give up.

Daneben gibt es eine Gruppe von Verben, die -ing verlangen: enjoy, avoid, finish, mind, suggest, practise, imagine, deny, risk, keep, consider, miss. Sie haben inhaltlich etwas gemeinsam — es geht meist um etwas, das schon läuft oder schon geschehen ist.

Die Form

als SubjektLearning a language takes time.
nach VerbI enjoy cooking.
nach PräpositionShe is good at listening.
verneintHe suggested not telling anyone.

Die Regeln im Einzelnen

  1. Nach einer Präposition steht immer -ing, nie ein Infinitiv.

    Thank you for coming.Danke fürs Kommen.

  2. to in look forward to und be used to ist eine Präposition, kein Infinitiv.

    I am looking forward to seeing you.Ich freue mich darauf, dich zu sehen.

  3. Verben mit -ing: enjoy, avoid, finish, mind, suggest, practise, imagine, deny, risk, keep, consider, miss.

    She avoided answering the question.Sie wich der Frage aus.

  4. Verneint wird mit not direkt vor dem -ing.

    I regret not asking earlier.Ich bedaure, nicht früher gefragt zu haben.

Genauer hingesehen

Das -ing ist hier ein Nomen

Swimming is good for you — swimming steht an der Stelle, an der sonst ein Nomen steht, und verhält sich auch so. Es kann Subjekt sein, Objekt, und es kann hinter einer Präposition stehen.

Genau das ist der Grund für die wichtigste Regel dieses Themas: Nach einer Präposition steht immer -ing. Ein Infinitiv könnte dort nicht stehen, weil hinter einer Präposition ein Nomen erwartet wird.

She is good at explaining things.Sie kann gut erklären.

Ausnahmen und Sonderfälle (2)
  • vor dem -ing steht, wem die Handlung gehört

    kann dort ein Possessivpronomen stehen.

    I do not mind his leaving early.Es stört mich nicht, dass er früher geht.

    him leaving geht auch und ist häufiger; die Form mit his gilt als gehobener.

  • need mit -ing steht

    hat der Satz eine passive Bedeutung.

    The car needs washing.Das Auto muss gewaschen werden.

    Nicht das Auto wäscht, sondern es wird gewaschen — dasselbe gilt für want und require.

Woran man es erkennt

  • enjoy
  • avoid
  • finish
  • mind
  • keep
  • give up
  • look forward to
  • be used to
  • without
  • after

Beispielsätze

Do you mind waiting a moment?Macht es Ihnen etwas aus, kurz zu warten?

He left without saying goodbye.Er ging, ohne sich zu verabschieden.

We are thinking of moving abroad.Wir überlegen, ins Ausland zu ziehen.

Keep going — you are nearly there.Mach weiter, du bist fast da.

Noch 6 Beispielsätze

I enjoy cooking.Ich koche gern.

She avoided answering the question.Sie ist der Frage ausgewichen.

Do you mind waiting?Macht es Ihnen etwas aus zu warten?

He gave up smoking last year.Er hat letztes Jahr mit dem Rauchen aufgehört.

We finished painting the kitchen.Wir sind mit dem Streichen der Küche fertig.

Reading in the car makes me ill.Im Auto zu lesen macht mich krank.

Besonderheiten (2)
  • Am Satzanfang steht fast immer -ing

    Reading in the car makes me ill — nicht To read. Als Subjekt ist die -ing-Form die normale; der Infinitiv dort klingt gehoben oder nach Sprichwort.

    Swimming is good for your back.Schwimmen ist gut für den Rücken.

  • Die Verben lassen sich gruppieren

    Mögen und nicht mögen (enjoy, like, hate, mind), aufhören und vermeiden (stop, give up, avoid, deny), weitermachen (keep, go on, carry on). Drei Gruppen decken das meiste ab.

    He kept asking the same question.Er stellte immer wieder dieselbe Frage.

Die typisch deutsche Falle

Aufgepasst

Bei look forward to und be used to ist das to eine Präposition — dahinter gehört ein -ing. Weil es aussieht wie das to eines Infinitivs, schreiben Deutschsprachige fast ausnahmslos I look forward to see you. Prüfen Sie im Zweifel, ob nach dem to auch ein Nomen stehen könnte: I look forward to the weekend geht — also ist es eine Präposition.

Falsch:I am looking forward to meet you.
Richtig:I am looking forward to meeting you.

Nach jeder Präposition steht -ing — auch wenn sie to heißt.

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