B1 · Satzbau
Wo Adverbien stehen
die drei Plätze
Häufigkeit in die Mitte, Art und Weise ans Ende.
Adverbien haben im englischen Satz drei mögliche Plätze: vorn, in der Mitte und am Ende. Welcher gilt, hängt von der Art des Adverbs ab.
Häufigkeitsadverbien — always, usually, often, sometimes, never, rarely, already, just — stehen in der Mitte: hinter dem ersten Hilfsverb, sonst vor dem Vollverb. Bei to be stehen sie dahinter: She is always late.
Adverbien der Art und Weise stehen am Ende: He speaks slowly. Zeitangaben ebenfalls am Ende, nach Ort: We met them at the station yesterday. Am Satzanfang stehen sie nur zur Betonung.
Die Form
| Mitte, vor Vollverb | She often works late. |
| Mitte, nach be | She is often late. |
| Mitte, nach Hilfsverb | She has never been there. |
| Ende, Art und Weise | He drives carefully. |
| Ende, Zeit | We arrived late last night. |
Die Regeln im Einzelnen
Häufigkeitsadverbien stehen vor dem Vollverb, aber hinter to be.
I usually get up at six, but I am usually tired.Normalerweise stehe ich um sechs auf, aber ich bin meistens müde.
Bei mehreren Hilfsverben steht das Adverb hinter dem ersten.
She has always been very helpful.Sie war immer sehr hilfsbereit.
Art und Weise, Ort und Zeit stehen am Ende, in dieser Reihenfolge.
He worked hard in the office all week.Er hat die ganze Woche im Büro hart gearbeitet.
enough steht hinter dem Adjektiv, aber vor dem Nomen.
It is not big enough. — There is not enough space.Es ist nicht groß genug. — Es ist nicht genug Platz.
Genauer hingesehen
Drei Plätze, und jeder sagt etwas anderes
Ein Adverb kann am Anfang, in der Mitte oder am Ende stehen. Am Anfang rahmt es den ganzen Satz, in der Mitte gehört es zum Verb, am Ende zur Handlung. Suddenly, the lights went out und The lights went out suddenly sind beide richtig und betonen Verschiedenes.
Die Mitte ist der engste Platz und deshalb der, an dem die meisten Fehler entstehen: Zwischen Verb und Objekt darf nichts stehen. She speaks well English gibt es nicht.
She speaks English well.Sie spricht gut Englisch.
Ausnahmen und Sonderfälle (2)
-
enough zu einem Adjektiv gehört
steht es dahinter, bei einem Nomen davor.
The room is not big enough.Das Zimmer ist nicht groß genug.
enough big gibt es nicht. Bei einem Nomen ist es umgekehrt: enough chairs.
-
mehrere Angaben am Satzende stehen
gilt die Reihenfolge wie, wo, wann.
They worked quietly in the library all afternoon.Sie arbeiteten den ganzen Nachmittag leise in der Bibliothek.
Das Deutsche ordnet umgekehrt — wann, wo, wie. Wer übersetzt, dreht die Reihenfolge deshalb fast immer um.
Woran man es erkennt
- always
- usually
- often
- never
- already
- still
- yet
- enough
Beispielsätze
They have already left.Sie sind schon weg.
He rarely says anything.Er sagt selten etwas.
She answered the question very calmly.Sie hat die Frage sehr ruhig beantwortet.
I am still waiting.Ich warte immer noch.
Noch 6 Beispielsätze
She always arrives early.Sie kommt immer früh.
I have never seen it.Ich habe es noch nie gesehen.
He is often late.Er kommt oft zu spät.
We usually eat at seven.Wir essen normalerweise um sieben.
They rarely go out on Sundays.Sonntags gehen sie selten aus.
I can never remember his name.Ich kann mir seinen Namen nie merken.
Besonderheiten (2)
-
Vor dem Vollverb, hinter be
She always arrives — aber She is always late. Und bei einem Hilfsverb steht es dazwischen: I have never seen it. Drei Stellungen, eine Regel: das Adverb sucht die Lücke hinter dem ersten Verb.
He is always tired and he always complains.Er ist immer müde und er beschwert sich immer.
-
Zeitangaben stehen außen
yesterday, today, last week und tomorrow stehen am Anfang oder am Ende, nie in der Mitte. Nur die Häufigkeitsadverbien dürfen zwischen Subjekt und Verb.
Yesterday she came late. She came late yesterday.Gestern kam sie zu spät. Sie kam gestern zu spät.
Die typisch deutsche Falle
Aufgepasst
Das Häufigkeitsadverb landet im Deutschen oft am Satzanfang oder hinter dem Objekt: Immer kommt er zu spät, Er kommt zu spät immer. Im Englischen gehört es in die Mitte — He is always late. Und enough steht anders als das deutsche genug: hinter dem Adjektiv, aber vor dem Nomen.
Häufigkeit in die Mitte, alles andere ans Ende.
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