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Englisch lernen — häufige Fragen

21 Fragen, die beim Englischlernen wirklich gestellt werden, mit Antworten, die für sich stehen. Wo es ausführlicher wird, steht der Verweis darunter — nicht statt der Antwort.

Anfangen

Wo man beginnt, wie lange es dauert, was die Stufen bedeuten.

Wie fange ich an, Englisch zu lernen?

Mit drei Dingen gleichzeitig, nicht nacheinander: den Zeitformen des Präsens und des Präteritums, den ersten paar hundert Wörtern, und dem lauten Nachsprechen ganzer Sätze. Wer erst die ganze Grammatik lernt und dann Vokabeln, hat monatelang nichts, was er sagen kann — und wer nur Vokabeln lernt, sagt Wortlisten. Die A1-Stufe dieser Seite hat dreizehn Grammatikthemen; das ist die vollständige Liste dessen, was am Anfang wirklich nötig ist.

Zum Einstieg für Anfänger

Was bedeuten A1, A2, B1, B2, C1 und C2?

Es sind sechs Stufen einer europäischen Skala, von den ersten Sätzen (A1) bis zur mühelosen Beherrschung (C2). Die Buchstaben sind frei benutzbar; die ausformulierten amtlichen Beschreibungen dazu stehen unter Urheberrecht und werden auf dieser Seite bewusst nicht wiedergegeben. Was hier stattdessen steht, ist die eigene Einteilung des Stoffes, und ihr Maßstab ist ausgeschrieben: Gefragt ist nicht, wie schwer ein Wort ist, sondern ab wann man ohne es nicht weiterkommt. grandmother ist lang und steht auf A1, weil jeder eine hat; to entail ist kurz und steht ganz oben, weil man jahrelang ohne es auskommt. Die Frage, die jede Stufe beantwortet, steht neben den Wortzahlen auf der Vokabelseite.

Die sechs Stufen im Einzelnen

Wie lange dauert es, bis man Englisch kann?

Auf diese Frage gibt es keine ehrliche Zahl in Stunden, und jede Seite, die eine nennt, hat sie sich ausgedacht. Was sich sagen lässt: Der Sprung von A1 auf A2 geht schnell, weil wenig Stoff dazukommt; der von B1 auf B2 dauert am längsten, weil dort der Wortschatz die Grenze ist und nicht mehr die Grammatik. Wer täglich zwanzig Aufgaben macht, merkt den Unterschied nach etwa sechs Wochen — das ist ungefähr die Zeit, die ein Leitner-Fach braucht, um zu tragen.

Wie das Wiederholen hier funktioniert

Sollte man britisches oder amerikanisches Englisch lernen?

Zuerst eines von beiden konsequent, und welches, ist fast egal — gemischt klingt es unrund. Die Unterschiede in der Grammatik sind klein und zählbar; die im Wortschatz sind größer und begegnen einem täglich: boot und trunk, petrol und gas, flat und apartment. Diese Seite schreibt britisch und nennt die amerikanische Fassung dort, wo sie abweicht.

Was sich britisch und amerikanisch unterscheidet

Grammatik

Die Unterscheidungen, an denen es im Deutschen am häufigsten hängt.

Wann benutzt man Simple Past und wann Present Perfect?

Simple Past, wenn der Zeitpunkt zählt und vorbei ist: I saw her yesterday. Present Perfect, wenn das Ergebnis in die Gegenwart reicht: I have seen her. Der deutsche Satz hilft dabei nicht — „Ich habe sie gesehen" kann beides sein. Die verlässliche Frage lautet deshalb nicht „welche deutsche Zeit?", sondern: Steht eine abgelaufene Zeitangabe dabei oder könnte eine dastehen? Dann Simple Past.

Die Unterscheidung im Einzelnen

Wann sagt man will und wann going to?

going to, wenn die Entscheidung schon gefallen ist oder etwas sich abzeichnet: Look at those clouds — it is going to rain. will, wenn die Entscheidung im Moment des Sprechens fällt, und bei Vorhersagen ohne sichtbaren Anlass: I think it will rain tomorrow. Das deutsche „werden" deckt beides ab und ist deshalb kein Anhaltspunkt.

Alle sechs Arten, über Zukunft zu sprechen

since oder for — was ist der Unterschied?

since nennt den Anfangspunkt, for die Dauer: since 2019, aber for three years. Beide stehen fast immer mit dem Present Perfect, weil beide etwas beschreiben, das bis jetzt reicht. Im Deutschen heißt beides „seit", und genau deshalb geht es schief.

Present Perfect mit since und for

Wann benutzt man das Gerundium und wann den Infinitiv?

Es hängt am Verb davor, und es gibt dafür keine Regel, die trägt — es ist eine Liste. enjoy, avoid, finish, suggest verlangen -ing; want, decide, hope, promise verlangen to. Ein Dutzend Verben nehmen beides und ändern dabei die Bedeutung: I stopped smoking heißt etwas anderes als I stopped to smoke. Diese Liste lernt man, man leitet sie nicht ab.

Die Verben, die beides nehmen

Wie bildet man die if-Sätze im Englischen?

Es sind drei Grundtypen plus ein Sonderfall. Typ 1 spricht über etwas Mögliches (If it rains, we will stay in), Typ 2 über etwas Unwahrscheinliches (If I had more time, I would come), Typ 3 über etwas, das nicht mehr zu ändern ist (If I had known, I would have called). Die häufigste Falle ist deutsch gedacht: Nach if steht nie will.

Alle Typen mit Beispielen

make oder do — wann nimmt man welches?

Grob: make, wenn etwas entsteht (a decision, a mistake, a suggestion), do, wenn etwas erledigt wird (homework, the shopping, business). Die Faustregel trägt aber nicht bis zum Schluss, und dann hilft nur die Paarliste — es ist eine Gewohnheit der Sprache und keine Regel. Deutsch legt oft das falsche nahe: „ein Foto machen" ist take a photo.

Die Paarliste zu fünf Verben

Wortschatz

Wie viele Wörter, welche zuerst, und wie man sie behält.

Wie viele englische Vokabeln braucht man?

Für einfache Gespräche reichen etwa 1000 Wörter, weil die häufigsten Wörter einen sehr großen Teil jedes Textes ausmachen. Für B2 — Zeitung lesen, im Beruf arbeiten — sind es eher 4000 bis 5000. Die Zahl allein sagt allerdings wenig: 1000 Wörter, die man beim Sprechen findet, tragen weiter als 3000, die man nur wiedererkennt.

Der Grundwortschatz nach Themen

Welche englischen Vokabeln lernt man zuerst?

Nicht die interessantesten, sondern die, die in jedem zweiten Satz vorkommen: die Verben be, have, do, go, get, make, die kleinen Wörter but, still, already, enough und die Zahlen und Zeiten. Sie sind unauffällig und tragen den halben Satz. Themenlisten wie „Tiere" sind später dran, so hübsch sie am Anfang aussehen.

Die Listen in der Reihenfolge, in der man sie braucht

Wie merkt man sich Vokabeln dauerhaft?

Durch Wiederholen in wachsenden Abständen — und dadurch, dass man abgefragt wird statt zu lesen. Wer eine Liste durchliest, erkennt die Wörter wieder; wer sie abgefragt bekommt, muss sie holen, und genau das ist der Vorgang, der beim Sprechen gebraucht wird. Diese Seite sortiert deshalb in fünf Fächer: Was sitzt, kommt erst in fünf Wochen wieder, was wackelt, morgen.

Zum Üben

Was sind falsche Freunde im Englischen?

Wörter, die deutsch aussehen und etwas anderes heißen. gift ist ein Geschenk, kein Gift; eventually heißt schließlich, nicht eventuell; sensible heißt vernünftig, nicht sensibel. Der teuerste steht in Geschäftsmails: Wer schreibt „we will eventually deliver", verspricht etwas anderes, als er meint.

Fünfzig falsche Freunde mit dem richtigen Wort daneben

Wie erkennt man die Bedeutung unbekannter englischer Wörter?

Oft an der Endung, und das ist die brauchbarste Abkürzung überhaupt: Ein Wort auf -tion ist ein Nomen, eines auf -ise ein Verb, eines auf -ful ein Adjektiv. Damit lässt sich ein unbekanntes Wort im Satz einordnen, bevor man weiß, was es heißt — und aus einem bekannten Stamm werden mit fünf Bausteinen fünf Wörter.

Die Bausteine der Wortbildung

Wie übe ich englische Aussprache?

Nicht an einzelnen Lauten, sondern an Paaren. „Sprich das th richtig" ist eine Anweisung ohne Maßstab; „unterscheide think von sink" ist eine Übung mit Ergebnis, denn entweder man hört den Unterschied oder nicht. Solche Paare heißen Minimalpaare: zwei Wörter, ein Laut Unterschied. Für deutsche Sprecher sind nur wenige davon schwierig — nämlich die Laute, die es im Deutschen nicht gibt. Bei „pin" und „pen" gibt es keine Mühe, beide Vokale sind vertraut; bei „ship" und „sheep" schon, denn das kurze englische i ist ein eigener Laut zwischen i und e. Sechs solche Gruppen decken fast alles ab, was schiefgeht.

Die Minimalpaare zum Anhören

Diese Seite

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Ist diese Seite kostenlos?

Ja, vollständig. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung und keine Bezahlschranke; jede Erklärung, jede Wortliste und jede Übung ist offen. Was einmal kostenpflichtig werden könnte und was auf jeden Fall frei bleibt, steht offen auf einer eigenen Seite.

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Der Lernstand — beantwortete Aufgaben, Leitner-Fächer, Merkliste — liegt im Speicher Ihres Browsers und verlässt Ihr Gerät nicht. Es gibt kein Cookie und kein Konto. Was der Server protokolliert und was nicht, steht in der Datenschutzerklärung; sie ist so geschrieben, dass sie nachprüfbar ist.

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Woher kommen die Inhalte dieser Seite?

Jede Erklärung, jeder Beispielsatz, jede Wortliste und jede Aufgabe ist eigens für diese Seite geschrieben. Es ist nichts aus einem Lehrwerk, einer Grammatik, einem Wörterbuch oder einer anderen Lernseite übernommen — auch keine Häufigkeitsliste, denn die Auswahl und Anordnung einer Liste ist geschützt, auch wenn die einzelnen Wörter es nicht sind.

Herkunft und Rechte

Kann ich hier ohne Internet lernen?

Ja. Was Sie einmal geöffnet haben, bleibt auf dem Gerät, und auf der Übungsseite gibt es einen Knopf, der die ganze Seite im Voraus mitnimmt — danach läuft alles ohne Netz weiter, einschließlich der Übungen und des Lernstands. Abgelegt werden dabei nur Dateien dieser Seite, nichts über Sie.

Zur Übungsseite

Bereitet diese Seite auf eine Prüfung vor?

Nein, und das ist keine Bescheidenheit, sondern eine Feststellung: Sie folgt keinem veröffentlichten Prüfungskatalog und ist von keiner Prüfungsstelle anerkannt. Sie erklärt und fragt ab. Wer eine Bescheinigung braucht, bekommt sie bei einer Prüfungsstelle — was hier geübt wird, hilft dabei, ersetzt sie aber nicht.

Wie die Stufen hier gemeint sind