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A1  ·  Satzbau

Die Grundstellung

Subjekt – Verb – Objekt

Wer, was tut, wen oder was — und dann erst der Rest.

Die englische Grundstellung ist Subjekt, Verb, Objekt, und sie wird kaum je verlassen: The dog bit the man. Wer die beiden Nomen tauscht, tauscht die Bedeutung.

Nach dem Objekt kommen die Angaben, und zwar in fester Reihenfolge: erst wie, dann wo, dann wann. She sang beautifully in the hall last night. Zwischen Verb und Objekt darf nichts stehen — auch kein Adverb: I like very much this film ist falsch.

Die deutsche Regel, dass das Verb im Hauptsatz an zweiter Stelle steht, gilt im Englischen nicht. Beginnt ein Satz mit einer Angabe, folgt trotzdem das Subjekt: Yesterday I saw her — nicht Yesterday saw I her.

Die Form

GrundstellungShe (S) wrote (V) a letter (O).
AngabenShe wrote the letter quickly at home yesterday.
SatzanfangYesterday she wrote a letter.
nie getrenntI like this film very much.

Die Regeln im Einzelnen

  1. Subjekt, Verb, Objekt — in dieser Reihenfolge.

    The company sent us an invoice.Die Firma hat uns eine Rechnung geschickt.

  2. Zwischen Verb und Objekt steht nichts.

    I speak English quite well.Ich spreche recht gut Englisch.

  3. Angaben stehen am Ende: wie, wo, wann.

    They worked hard in the garden all day.Sie haben den ganzen Tag im Garten hart gearbeitet.

  4. Auch nach einer Angabe am Satzanfang folgt das Subjekt.

    Last week we visited the museum.Letzte Woche haben wir das Museum besucht.

Genauer hingesehen

Die Wortstellung trägt im Englischen, was im Deutschen der Fall trägt

Das Deutsche kann „Den Hund beißt der Mann" sagen, weil der Artikel den Fall anzeigt. Das Englische kann das nicht: The dog bites the man heißt genau eines, und wer die Wörter umstellt, ändert die Bedeutung.

Deshalb ist die Wortstellung im Englischen keine Stilfrage, sondern Grammatik. Sie ist der Ersatz für die Fälle, die die Sprache verloren hat.

The man bites the dog.Der Mann beißt den Hund.

Ausnahmen und Sonderfälle (2)
  • eine Angabe den Satz eröffnet

    folgt trotzdem erst das Subjekt, dann das Verb.

    Yesterday we finished the report.Gestern haben wir den Bericht fertiggestellt.

    Das Deutsche stellt hier um — „gestern haben wir" —, das Englische nie.

  • ein Adverb der Häufigkeit dasteht

    steht es zwischen Subjekt und Vollverb.

    She often works from home.Sie arbeitet oft von zu Hause.

    Die einzige Stelle, an der überhaupt etwas zwischen Subjekt und Verb tritt.

Woran man es erkennt

  • S – V – O
  • wie – wo – wann

Beispielsätze

My sister bought a new car last month.Meine Schwester hat letzten Monat ein neues Auto gekauft.

We met them at the station on Friday.Wir haben sie am Freitag am Bahnhof getroffen.

Every morning he reads the paper.Jeden Morgen liest er die Zeitung.

Noch 6 Beispielsätze

She reads the paper every morning.Sie liest jeden Morgen die Zeitung.

We bought a house last year.Wir haben letztes Jahr ein Haus gekauft.

The dog found the ball in the garden.Der Hund hat den Ball im Garten gefunden.

He gave his sister a present.Er hat seiner Schwester ein Geschenk gegeben.

Yesterday I forgot my keys.Gestern habe ich meine Schlüssel vergessen.

They usually eat at home.Sie essen normalerweise zu Hause.

Besonderheiten (3)
  • Das Verb bleibt an zweiter Stelle nur im Deutschen

    Beginnt ein deutscher Satz mit einer Zeitangabe, rutscht das Verb davor: Gestern habe ich… Im Englischen passiert das nicht — Subjekt und Verb bleiben zusammen: Yesterday I forgot. Diese eine Umstellung mitzunehmen ist der häufigste Anfängerfehler.

    Yesterday I forgot my keys.Gestern habe ich meine Schlüssel vergessen.

  • Ort vor Zeit

    Stehen beide am Satzende, kommt erst der Ort und dann die Zeit: We met at the station at six. Das Deutsche macht es meist umgekehrt, und deshalb klingt die falsche Reihenfolge für ein deutsches Ohr richtig.

    She arrived in London on Tuesday.Sie kam am Dienstag in London an.

  • Zwischen Verb und Objekt passt nichts

    I like very much this film ist falsch, weil very much zwischen Verb und Objekt steht. Richtig ist I like this film very much. Das Objekt kommt direkt nach dem Verb, alles andere danach.

    I like this film very much.Der Film gefällt mir sehr.

Die typisch deutsche Falle

Aufgepasst

Die deutsche Verbzweitstellung wird mitübersetzt: Yesterday went I to the cinema. Im Englischen bleibt die Reihenfolge nach jeder Angabe am Satzanfang unverändert Subjekt–Verb. Zweiter häufiger Fehler: ein Adverb zwischen Verb und Objekt.

Falsch:Yesterday saw I a good film and I liked very much it.
Richtig:Yesterday I saw a good film and I liked it very much.

Erst wer, dann was er tut, dann wen — und Angaben ans Ende.

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