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A2  ·  Modalverben

Modalverben: die Grundregeln

die vier Eigenheiten

Kein -s, kein to, kein do — und keine Zeitformen.

Auf einen Blick

Merksatz
Nur ein Modalverb je Satz — für das zweite gibt es eine Ersatzform.
Form
She can swim. — nie: she canskein -s
Signalwörter
  • can
  • could
  • may
  • might
  • must
  • shall
  • should
  • will
  • would
  • ought to
  • need
Falle
Falsch:I will can help you tomorrow.
Richtig:I will be able to help you tomorrow.

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Jetzt selbst schreiben4 Sätze zu diesem Thema, getippt und sofort geprüft.

Die Form

So bildest du die Formen

In jeder Zeile steht zuerst die Bedeutung, dann die Form auf Englisch. Farbig ist, was sich von Form zu Form ändert.

Stamm (unregelmäßig) Verneinung Fragebildung

kein -sShe can swim. — nie: she cans
ich kann schwimmenI can swim
du kannst schwimmenyou can swim
er, sie, es kann schwimmenhe, she, it can swim
wir können schwimmenwe can swim
ihr könnt schwimmenyou can swim
sie können schwimmenthey can swim
kein toYou must wait. — Ausnahme: You ought to wait.
kein doCan she swim? / She cannot swim.
Ersatzformencan → be able to · must → have to · may → be allowed to

Die Regeln im Einzelnen

Die Form dieses ThemasDas Wort, das sie verlangt

  1. Nach einem Modalverb steht die Grundform ohne to.

    You should ask her first.Du solltest sie erst fragen.

  2. Zwei Modalverben können nicht nebeneinanderstehen — eines wird zur Ersatzform.

    You will be able to come. — not: you will can come.Du wirst kommen können.

  3. cannot wird in einem Wort geschrieben, alle anderen getrennt.

    I cannot help you, but I will not forget.Ich kann dir nicht helfen, aber ich vergesse es nicht.

  4. In der Kurzantwort steht das Modalverb allein.

    Can you drive? — Yes, I can.Kannst du Auto fahren? — Ja.

Beispielsätze

She can speak three languages.Sie spricht drei Sprachen.

We must not forget the tickets.Wir dürfen die Karten nicht vergessen.

Might I ask a question?Dürfte ich eine Frage stellen?

He should have called.Er hätte anrufen sollen.

Noch 6 Beispielsätze

She can swim.Sie kann schwimmen.

You must not park here.Hier darf man nicht parken.

He should ask first.Er sollte erst fragen.

May I come in?Darf ich hereinkommen?

We might be late.Wir kommen vielleicht zu spät.

You need not bring anything.Du brauchst nichts mitzubringen.

Die typisch deutsche Falle

Aufgepasst

Der häufigste Formfehler ist das doppelte Modalverb: I will can come. Im Deutschen geht genau das (ich werde kommen können), im Englischen nicht. Sobald ein zweites Modalverb nötig wäre, muss eines davon zur Ersatzform werden.

Falsch:I will can help you tomorrow.
Richtig:I will be able to help you tomorrow.

Ausführlich erklärt

Ganze Erklärung lesen · ca. 1 Min.

Alle Modalverben folgen denselben vier Regeln, und wer sie einmal hat, macht bei keinem einzigen mehr Formfehler.

Erstens: kein -s in der dritten Person. She can, nicht she cans. Zweitens: Das folgende Verb steht ohne to. He must go, nicht he must to go — mit einer einzigen Ausnahme, ought to. Drittens: Frage und Verneinung ohne do. Can you? und She cannot, nicht Does she can? Viertens: Sie haben keine vollständigen Zeitformen und brauchen Ersatzwendungen.

Genauer hingesehen

Modalverben sind unvollständige Verben

Ein Modalverb hat keinen Infinitiv, kein Partizip und keine dritte Person. Es gibt kein to can, kein canning und kein he cans. Sprachwissenschaftlich heißen sie deshalb defektiv: Es fehlen ihnen Formen, die jedes andere Verb hat.

Das ist der Grund für die Ersatzformen. Wo eine fehlende Form gebraucht wird, springt ein vollständiges Verb ein: be able to für can, have to für must, be allowed to für may. Man muss sie nicht als Extraregel lernen — sie füllen nur Lücken.

Ausnahmen und Sonderfälle2
  1. Ausnahme

    Wenn need oder dare verneint wird

    dann können sie sich wie Modalverben verhalten.

    You need not come tomorrow.Du brauchst morgen nicht zu kommen.

    Warum? Daneben steht das gewöhnliche You do not need to come. Beides ist richtig; die Modalform klingt förmlicher.

  2. Ausnahme

    Wenn ought to dasteht

    dann steht als einziges Modalverb ein to dahinter.

    You ought to tell her.Du solltest es ihr sagen.

    Warum? Ein Überbleibsel: ought war einmal die Vergangenheitsform von owe.

Besonderheiten3
  1. Besonderheit

    Kein to, kein -s, kein do

    Nach einem Modalverb steht die nackte Grundform: she can swim, nicht to swim und nicht swims. Und die Frage kommt ohne do aus: Can she swim? Drei Regeln, die für alle Modalverben zugleich gelten.

    Can she swim? — She can swim.Kann sie schwimmen? — Sie kann schwimmen.

  2. Besonderheit

    Ihnen fehlen Zeitformen

    Es gibt kein will can und kein have musted. Wo eine andere Zeit gebraucht wird, springt eine Umschreibung ein: be able to, have to, be allowed to. Das ist der Hauptgrund, warum diese drei gelernt werden.

    I will be able to come. I had to wait.Ich werde kommen können. Ich musste warten.

  3. Besonderheit

    must not und need not sind Gegenteile

    You must not go heißt: du darfst nicht. You need not go heißt: du musst nicht. Im Deutschen klingt must not wie „muss nicht“ — dabei liegen die beiden so weit auseinander wie Verbot und Freiheit.

    You must not tell her. You need not tell her.Du darfst es ihr nicht sagen. Du musst es ihr nicht sagen.

Wie sitzt dieses Thema?

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