A2 · Über die Zukunft sprechen
going to
die Absicht und die Vorhersage aus Anzeichen
Was schon beschlossen ist — oder sich gerade abzeichnet.
be going to plus Grundform ist die häufigste Art, im gesprochenen Englisch über die Zukunft zu reden. Sie hat zwei klar getrennte Bedeutungen, und beide haben mit der Gegenwart zu tun.
Erstens die Absicht: Der Entschluss steht schon, bevor der Satz gesagt wird. We are going to move to Leipzig heißt, dass die Entscheidung gefallen ist. Zweitens die Vorhersage aus Anzeichen, die man jetzt sieht: Look at those clouds — it is going to rain. Nicht weil man es vermutet, sondern weil man es kommen sieht.
Die Form
| Aussage | I am going to call her. |
| Verneinung | I am not going to call her. |
| Frage | Are you going to call her? |
| Kurzform gesprochen | I'm gonna call her. (nur gesprochen) |
Die Regeln im Einzelnen
Ein Entschluss, der vor dem Satz gefasst wurde, steht mit going to.
We are going to buy a car next month.Wir kaufen nächsten Monat ein Auto.
Sichtbare Anzeichen in der Gegenwart begründen eine Vorhersage mit going to.
Careful — that glass is going to fall.Vorsicht, das Glas fällt gleich runter.
Bei go und come lässt man das going to meist weg und benutzt die Verlaufsform.
We are going to Rome in May.Wir fahren im Mai nach Rom.
gonna gehört in gesprochenes Englisch und in keinen geschriebenen Text.
I am going to write to them today.Ich schreibe ihnen heute.
Genauer hingesehen
Warum in going to eine Bewegung steckt
going to heißt wörtlich „auf dem Weg zu". Genau das ist die Bedeutung: Der Entschluss ist schon gefasst, man ist unterwegs dorthin. Deshalb passt die Form zu allem, was vorher entschieden wurde — und deshalb passt sie nicht zu einem Entschluss, der gerade erst fällt.
Wer sich das merkt, braucht die Gegenüberstellung mit will nicht auswendig zu lernen. Die Frage ist nur: War es vorher schon beschlossen?
We are going to repaint the hallway next month.Wir werden nächsten Monat den Flur neu streichen.
Ausnahmen und Sonderfälle (2)
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was oder were going to dasteht
war es ein Vorhaben, aus dem nichts geworden ist.
I was going to call you, but it got late.Ich wollte dich anrufen, aber es wurde spät.
Der Satz sagt nie ausdrücklich, dass es nicht geschah — die Form sagt es.
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going to verneint wird
klingt es oft nach Weigerung und nicht nach Vorhersage.
I am not going to discuss this again.Ich werde das nicht noch einmal besprechen.
Dieselbe Färbung wie im deutschen „ich werde das nicht" — die Zukunft ist hier eine Ankündigung.
Woran man es erkennt
- tomorrow
- next week
- soon
- in a minute
- look!
- listen!
Beispielsätze
She is going to study medicine.Sie will Medizin studieren.
I think it is going to be a long day.Ich glaube, das wird ein langer Tag.
They are not going to change their minds.Sie werden es sich nicht anders überlegen.
Are you going to tell him?Sagst du es ihm?
This is going to hurt a bit.Das tut jetzt ein bisschen weh.
Noch 6 Beispielsätze
I am going to look for a new flat.Ich werde eine neue Wohnung suchen.
They are going to sell the car.Sie werden das Auto verkaufen.
It is going to rain — look at those clouds.Es wird regnen — sieh dir die Wolken an.
Are you going to tell her?Wirst du es ihr sagen?
We are not going to wait any longer.Wir werden nicht länger warten.
Nobody is going to notice the difference.Den Unterschied wird niemand bemerken.
Besonderheiten (2)
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Zwei ganz verschiedene Aufgaben
going to trägt einmal den Plan (I am going to look for a flat — das habe ich mir vorgenommen) und einmal die Vorhersage aus sichtbaren Zeichen (It is going to rain — die Wolken stehen schon da). Beide Male ist der Anlass jetzt und nicht später.
Watch out — you are going to drop it.Pass auf — du lässt es gleich fallen.
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going to go sagt kaum jemand
Statt I am going to go to London heißt es meist I am going to London. Die Verlaufsform allein trägt die Absicht schon, und die Verdopplung klingt umständlich.
We are going to Spain in July.Wir fahren im Juli nach Spanien.
Die typisch deutsche Falle
Aufgepasst
Deutschsprachige benutzen für alles will, weil es aussieht wie das deutsche will — und das ist gleich doppelt falsch. Englisch will heißt nicht wollen, sondern es bildet die Zukunft; und für einen schon gefassten Plan ist es die falsche Wahl. Wer sagt I will move to Berlin next month, klingt, als hätte er es sich in diesem Augenblick überlegt.
Schon beschlossen oder schon sichtbar: going to.
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