A1 · Alphabet und Aussprache
Die Vokale
a, e, i, o, u
Fünf Vokale, und jeder klingt immer gleich.
Das Spanische hat fünf Vokale, und jeder klingt immer gleich — betont oder unbetont, am Anfang oder am Ende des Wortes. Lange und kurze Vokale wie in „Staat" und „Stadt" gibt es nicht; alle sind eher kurz und klar. Das e liegt zwischen dem e in „Tee" und dem in „Bett", das o zwischen dem in „Ofen" und dem in „oft".
Kein Vokal wird verschluckt. Das e am Ende von grande, noche oder leche klingt so deutlich wie das am Anfang, nie wie das dumpfe e in „bitte". Und das a ist immer hell, auch vor r: carta klingt nicht wie „Karte".
Wo zwei Vokale zusammenstehen, spricht man beide, in einem Zug. ie ist i-e und kein langes i wie in „Liebe": bien, siete, tiene. ei ist e-i und nicht „ai" wie in „Eis": seis. eu ist e-u und nicht „oi": Europa. Das y am Wortende und als eigenes Wort ist ein Vokal und klingt wie i: hoy, muy, y (und).
Die Form
| a: immer hell, auch vor r | casa, carta, mapa |
| e: deutlich, auch am Wortende | leche, noche, grande |
| i und o | sí, vivir, todo, poco |
| u: wie im Deutschen, kein ü | uno, mucho, luna |
| ie: i-e, kein langes i | bien, siete, tiene |
| ei und eu: beide Vokale hörbar | seis, Europa |
| y am Ende oder allein: wie i | hoy, muy, y |
Die Regeln im Einzelnen
Die Form dieses Themas
Jeder Vokal klingt immer gleich, auch unbetont.
Mi madre come tarde.Meine Mutter isst spät.
Ein e am Wortende wird deutlich gesprochen.
Buenas noches, Enrique.Gute Nacht, Enrique.
In ie und ei hört man beide Vokale.
Tengo seis o siete euros.Ich habe sechs oder sieben Euro.
Das y am Wortende oder allein klingt wie i.
Hoy estoy muy bien.Heute geht es mir sehr gut.
Woran man es erkennt
- a
- e
- i
- o
- u
- y
Beispielsätze
Mi casa es grande.Mein Haus ist groß.
Todo está bien.Alles ist gut.
Vivo en Europa desde hace seis años.Ich lebe seit sechs Jahren in Europa.
Pedro tiene siete hermanos.Pedro hat sieben Geschwister.
Die typisch deutsche Falle
Aufgepasst
Weil das Wort für „und" wie i klingt, wird es nach Gehör gern als i geschrieben. Es heißt aber y — und es ist kein ü wie in „Typ". Nur vor einem Wort, das mit i- oder hi- anfängt, wird daraus e: padre e hijo. Umgekehrt liest ein deutsches Auge seis gern als „sies" und schreibt es dann auch so.
Fünf Vokale, jeder immer gleich und immer deutlich.
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