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Spanische Verben

Ein spanisches Verb hat fünf Formen. Das ist die ganze Beugung — und der Grund, warum spanische Verben leichter sind, als ihr Ruf sagt, und trotzdem regelmäßig schiefgehen.

Fünf Formen, mehr gibt es nicht

Ein deutsches Verb hat rund zwei Dutzend Formen. Ein spanisches hat fünf, und bei den allermeisten Verben sind zwei davon gleich:

FormBeispielWozu
Grundformwork nach to, nach Modalverben, im Imperativ
3. Person Einzahlworks nur he, she, it — sonst nie
Verlaufsformworking nach be, und als Nomen
Vergangenheitworked steht allein: I worked
Partizipworked steht nie allein: nach have, im Passiv

Bei regelmäßigen Verben sind die letzten beiden identisch, und man merkt den Unterschied nur daran, was davorsteht. Bei den 148 unregelmäßigen sind sie es oft nicht — und genau deshalb muss man sie einzeln können. Mehr Unregelmäßigkeit als das gibt es nicht: Diese Verben bilden ihre Verlaufsform und ihr -s völlig normal.

Die typisch deutsche Falle

Das -s in der dritten Person ist die häufigste Auslassung Deutschsprachiger, und zwar dauerhaft: Sie fällt beim Sprechen nicht auf, weil sie den Satz nicht kaputt macht, und wird deshalb nie korrigiert.

Falsch: He work in Berlin.
Richtig: He works in Berlin.

Die Gegenprobe ist einfach: Steht davor he, she oder it — oder etwas, wofür eines davon stünde —, dann hat das Verb ein -s. Immer, außer nach einem Modalverb.

Die zweite Falle: das Verb ohne Endung nach einem Modalverb

Nach can, must, will, should, may und den anderen steht die nackte Grundform. Kein to, kein -s, keine Vergangenheit: she can swim, nicht she can swims und nicht she can to swim. Im Deutschen ist es genauso — sie kann schwimmen —, und trotzdem passiert es, weil das Spanische sonst so viel mit to arbeitet.

Wo es weitergeht

Was ein Verb kann, steht oben. Wann man welche Form nimmt, ist die Frage nach den Zeiten, und die hat eine eigene Seite. Diese hier hört bewusst auf, bevor sie eine schlechte Kopie davon wird.

Die 148 unregelmäßigen Verben Die spanischen Zeiten

Die 18 Grammatikthemen rund um das Verb

Jedes mit Erklärung, Formtabelle, Beispielsätzen und eigenen Übungen.

A1ir a plus InfinitivDie Zukunft, die man wirklich spricht.A2Futuro simpleEndungen an den ganzen Infinitiv — und zwölf Verben kürzen ihn.B1CondicionalDieselben Stämme wie im Futuro, die Endungen des Imperfecto.B1Das Futur als VermutungSerán las tres heißt nicht „es wird drei Uhr sein", sondern „es ist wohl drei".B2Futuro perfecto: was bis dahin fertig isthabré plus Partizip — für alles, was vor einem Zeitpunkt in der Zukunft erledigt sein wird.B1ir a, Futur oder Präsens — welche Form wann?Im Alltag fast immer ir a; das Futur klingt schriftlich.A1poder und quererZwei stammverändernde Verben, dahinter der Infinitiv.A2Müssen: tener que, hay que, deberMeine Pflicht, die allgemeine Pflicht, die moralische.B1soler, acabar de, volver a und die anderenWendungen, für die das Deutsche ein Adverb braucht.B1Dürfen, können, sollen — was das Spanische unterscheidetpoder deckt können und dürfen ab, deber gibt den Rat.B2Modalverben in der VergangenheitOb es geklappt hat, verrät die Zeitform.A2Höflich fragen und bittenDas Condicional macht aus einer Forderung eine Bitte.B1Das se-PassivDie gebräuchliche Form — und das Verb richtet sich nach der Sache.B2ser plus PartizipDie Form der Zeitung — und das Partizip gleicht sich an.B2estar plus Partizip: das ErgebnisNicht was geschieht, sondern wie es danach ist.B1Die dritte Person Mehrzahl statt des PassivsMe han robado el coche — wer, sagt niemand.B1Das unpersönliche se: „man"Se come bien aquí — ohne Objekt bleibt das Verb in der Einzahl.B1Das Partizip und seine unregelmäßigen FormenNach haber unveränderlich, nach ser und estar angeglichen.

572 Verben abfragen

Die Verben aus dem Grundwortschatz, quer durch alle Themenlisten.