A1 · Schrift und Klang
Die Élision
Auslassung
Vor einem Vokal fällt der Vokal davor weg.
Eine kleine Gruppe kurzer Wörter verliert vor einem Vokal ihren eigenen Vokal und bekommt einen Apostroph: je → j’, le, la → l’, de → d’, ne → n’, que → qu’, se → s’, me → m’, te → t’, ce → c’.
Das ist keine Bequemlichkeit, sondern Pflicht: je ai und le école gibt es nicht.
Ein stummes h zählt dabei als Vokal — l’hôtel —, ein aspiriertes nicht: le héros.
Die Form
| j’ai | je + ai |
| l’école | la + école |
| d’accord | de + accord |
| n’est pas | ne + est |
| qu’il | que + il |
| c’est | ce + est |
Die Regeln im Einzelnen
Vor einem Vokal wird der Vokal des kurzen Wortes zum Apostroph.
J’habite ici.Ich wohne hier.
Ein stummes h zählt als Vokal.
l’hôtel, l’heuredas Hotel, die Stunde
Vor einem aspirierten h wird nichts ausgelassen.
le héros, la hauteurder Held, die Höhe
tu verliert seinen Vokal nicht.
Tu as raison.Du hast recht.
Woran man es erkennt
- j’
- l’
- d’
- n’
- qu’
Beispielsätze
J’ai l’impression qu’il pleut.Ich habe den Eindruck, dass es regnet.
Ce n’est pas d’accord avec l’autre.Das passt nicht zum anderen.
L’heure de l’examen a changé.Die Uhrzeit der Prüfung hat sich geändert.
Elle s’appelle Anne.Sie heißt Anne.
Die typisch deutsche Falle
Aufgepasst
tu ist die Ausnahme, die man einzeln lernt: Es heißt tu as und nicht t’as — in der Schrift jedenfalls. Gesprochen sagt fast jeder t’as, und wer es schreibt, schreibt Umgangssprache. Und si verliert sein i nur vor il: s’il vous plaît, aber si elle.
Zwei Vokale nebeneinander vermeidet die Sprache.
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