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Französisch lernen — häufige Fragen

21 Fragen, die beim Englischlernen wirklich gestellt werden, mit Antworten, die für sich stehen. Wo es ausführlicher wird, steht der Verweis darunter — nicht statt der Antwort.

Anfangen

Wo man beginnt, wie lange es dauert, was die Stufen bedeuten.

Wie fange ich an, Französisch zu lernen?

Mit vier Dingen gleichzeitig, nicht nacheinander: den beiden Hilfsverben être und avoir, den drei Endungssätzen des Präsens, den ersten paar hundert Wörtern, und dem lauten Nachsprechen ganzer Sätze. Das laute Sprechen ist beim Französischen nicht Kür, sondern Pflicht: Es ist die einzige Sprache dieser Seite, bei der die Schrift systematisch etwas anderes zeigt als der Klang. Wer nur liest, baut sich eine Aussprache, die er später wieder abbauen muss. Der Anfängerweg dieser Seite hat sechs Schritte und ist genau darum herum gebaut.

Zum Einstieg für Anfänger

Ist Französisch schwerer als Spanisch?

Am Anfang deutlich, in der Mitte gleich, am Ende leichter. Schwerer ist der Anfang, und zwar nur wegen der Aussprache: Das Spanische spricht, was es schreibt, das Französische nicht. Ils parlent und il parle klingen gleich; man hört nicht, ob einer oder mehrere sprechen. Gleich ist die Mitte — dieselben Zeiten, dasselbe Geschlechtersystem, derselbe Subjonctif. Leichter wird das Ende, weil das Französische weniger Verbformen hört: In der Gegenwart klingen vier der sechs Formen gleich, während im Spanischen alle sechs verschieden sind.

Was auf jeder Stufe möglich ist

Was bedeuten A1, A2, B1, B2, C1 und C2?

Es sind sechs Stufen einer europäischen Skala, von den ersten Sätzen (A1) bis zur mühelosen Beherrschung (C2). Die Buchstaben sind frei benutzbar; die ausformulierten amtlichen Beschreibungen dazu stehen unter Urheberrecht und werden auf dieser Seite bewusst nicht wiedergegeben. Was hier stattdessen steht, ist die eigene Einteilung des Stoffes, und ihr Maßstab ist ausgeschrieben: Gefragt ist nicht, wie schwer ein Wort ist, sondern ab wann man ohne es nicht weiterkommt.

Die Stufen im Einzelnen

Wie lange dauert es, bis ich Französisch sprechen kann?

Das hängt davon ab, was „sprechen können" heißen soll. Für einen Satz, den ein Kellner versteht, reichen zwei Wochen und zweihundert Wörter. Für ein Gespräch, das nicht nach Sätzen aus einem Kurs klingt, braucht es die Vergangenheit, die Pronomen und ungefähr zweitausend Wörter — bei einer halben Stunde am Tag sind das ungefähr acht bis zwölf Monate. Beim Französischen kommt eine Besonderheit dazu: Verstehen dauert länger als Sprechen, weil gesprochenes Französisch die Wörter aneinanderbindet. Diese Zahlen sind die Erfahrung dieses Projekts und keine Studie.

Womit man üben kann

Grammatik

Die Unterscheidungen, an denen es für deutsche Sprecher am häufigsten hängt.

Wann nehme ich être und wann avoir in der Vergangenheit?

Die kurze Regel: être bei den Verben der Bewegung und der Zustandsänderung, avoir bei allem anderen. Je suis allé, elle est venue, il est né — aber j’ai mangé, j’ai lu, j’ai dormi. Es sind ungefähr fünfzehn Verben, und man lernt sie als Liste. Die Folge ist wichtiger als die Regel: Mit être richtet sich das Partizip nach dem Subjekt, also je suis allée für eine Frau. Alle reflexiven Verben nehmen être, ohne Ausnahme.

Welche Verben être nehmen

Was ist der Unterschied zwischen passé composé und imparfait?

Nicht wie lange etwas gedauert hat, sondern ob es einen Rahmen bildet oder etwas darin geschieht. Das imparfait zeichnet die Kulisse: wie es aussah, was gewöhnlich war, was gerade im Gange war. Das passé composé setzt die Ereignisse hinein. Il pleuvait et je suis sorti — es regnete (Rahmen), und ich ging hinaus (Ereignis). Beide Sätze wären mit vertauschten Zeiten grammatisch richtig und würden etwas anderes erzählen. Das Deutsche unterscheidet das gar nicht, und genau deshalb ist es die Stelle, an der es am längsten hängt.

Die beiden Vergangenheiten

Wann brauche ich den Subjonctif wirklich?

Nach einer bestimmten Sorte Hauptsatz, und nur dann. Verlangt wird er nach Ausdrücken des Wollens, Fürchtens, Zweifelns und der Notwendigkeit mit que: je veux que tu viennes, il faut que je parte, bien qu’il soit tard. Was er nicht ist: eine Höflichkeitsform. Und die gute Nachricht: Er hat im gesprochenen Französisch nur noch zwei Zeiten statt vier, und bei den meisten Verben klingt er wie die Gegenwart. Wirklich anders sind ungefähr ein Dutzend Verben — und die sind genau die häufigsten.

Was den Subjonctif auslöst

Wie erkenne ich, ob ein französisches Nomen männlich oder weiblich ist?

An der Endung, in etwa vier von fünf Fällen. Weiblich sind fast alle Wörter auf -tion, -té, -ette, -ance, -ence und -ure; männlich fast alle auf -ment, -age, -eau, -isme und -oir. Die Regel mit -tion gilt ausnahmslos, was selten genug ist. Für den Rest gilt: Ein Nomen lernt man mit seinem Artikel, nicht ohne — le livre, nicht livre.

Die Endungen im Einzelnen

Was ist der Unterschied zwischen y und en?

Beide ersetzen etwas, das schon gesagt wurde, und sie ersetzen Verschiedenes. Y steht für einen Ort oder für à plus eine Sache: Tu vas à Paris? Oui, j’y vais. En steht für de plus etwas oder für eine Menge davon: Tu veux du pain? J’en veux. Im Deutschen fällt beides einfach weg, und deshalb vergisst man beides. Ein französischer Satz ohne sie klingt nicht falsch, sondern unvollständig.

y und en im Einzelnen

Wann steht das Adjektiv vor dem Nomen?

In der Regel dahinter — une voiture rouge, un livre intéressant. Davor steht eine kurze, geschlossene Gruppe sehr häufiger Adjektive: grand, petit, bon, mauvais, jeune, vieux, beau, nouveau, gros, long. Bei einigen entscheidet die Stellung die Bedeutung: un homme grand ist ein großgewachsener Mann, un grand homme ein bedeutender.

Wo das Adjektiv steht

Aussprache

Warum man schreibt, was man nicht spricht.

Warum spricht man die Endungen im Französischen nicht?

Weil die Schrift stehen geblieben ist, als die Aussprache weiterging. Was heute geschrieben wird, war vor sechshundert Jahren zu hören. Am Wortende fällt fast jeder Konsonant weg — petit, grand, temps, vous —, und die Ausnahmen sind c, r, f und l. Das ist keine Kosmetik: Ein Adjektiv wird weiblich, indem ein e angehängt wird, und dieses e macht den Konsonanten davor hörbar. Petit ist „pöti", petite ist „pötit". Wer beide gleich spricht, sagt immer die weibliche Form.

Die Minimalpaare zum Hören

Was ist die Liaison?

Das Wiederauftauchen eines stummen Endkonsonanten, wenn das nächste Wort mit einem Vokal beginnt. Les allein ist „lä"; les enfants ist „läsangfang" — das s wird gesprochen und an das nächste Wort gebunden. Sie ist nicht freiwillig: Nach einem Artikel, einem Pronomen oder einer einsilbigen Präposition ist sie Pflicht, an anderen Stellen verboten, dazwischen erlaubt. Sie ist auch der Grund, warum gesprochenes Französisch für einen Anfänger wie ein einziges langes Wort klingt: Die Wortgrenzen sind hörbar an der falschen Stelle.

Wann gebunden wird und wann nicht

Wie spreche ich das französische r?

Weit hinten, im Rachen, und ohne die Zungenspitze zu bewegen. Es ist weicher als das deutsche gerollte r und härter als das französische. Der brauchbarste Rat: Fangen Sie beim deutschen „ach" an und lassen Sie die Stelle mitschwingen — dann sind Sie schon sehr nahe dran. Am Wortanfang ist es kräftig, am Wortende oft nur ein Hauch, und in der Umgangssprache verschwindet es dort fast ganz.

Die Laute im Einzelnen

Was sind die Nasalvokale?

Vier Vokale, die durch die Nase gehen und Wörter unterscheiden: an, on, in und un. Ein deutscher Sprecher hat keinen einzigen davon und ersetzt alle vier durch einen Vokal plus ein gesprochenes n — er sagt „bonn" statt bon. Das ist zweierlei falsch: Der Vokal stimmt nicht, und das n wird gesprochen, obwohl es nur den Vokal färbt. Die Probe ist einfach: Wenn die Zungenspitze am Gaumen ankommt, war es kein Nasalvokal.

Die vier Nasale zum Üben

Wortschatz

Wie viele Wörter, welche zuerst, und welche Ähnlichkeit trügt.

Wie viele französische Wörter brauche ich?

Für den Alltag ungefähr zweitausend, für eine Zeitung ungefähr achttausend, für einen Roman mehr. Die Zahl allein sagt aber wenig, weil die ersten tausend Wörter den weitaus größeren Teil jedes gewöhnlichen Textes abdecken und die letzten tausend fast nichts. Deshalb ist die Reihenfolge wichtiger als die Menge.

Der Grundwortschatz

Welche französischen Wörter sehen aus wie deutsche und heißen etwas anderes?

Le baiser ist der Kuss und nicht das Bier. La rente ist die Rendite und nicht die Rente. Délicat heißt heikel und nicht delikat. Brave heißt tapfer und nicht brav. Und der teuerste von allen: devenir heißt werden und nicht bekommen. Diese Wörter sind gefährlicher als unbekannte, weil man bei ihnen nicht nachschlägt.

Die Liste der falschen Freunde

Hilft mir Französisch beim Französischlernen?

Beim Lesen sehr, beim Sprechen kaum. Ungefähr die Hälfte des französischen Wortschatzes kommt aus dem Französischen, und deshalb erkennt ein Englischsprecher tausende von Wörtern wieder — important, nation, difficile. Was nicht hilft: die Aussprache, die völlig anders ist, und die Grammatik, in der das Französische dem Deutschen näher steht als dem Französischen. Und eine Warnung: Die gemeinsamen Wörter haben oft auseinanderentwickelte Bedeutungen — actuellement heißt zurzeit und nicht tatsächlich.

Welche Wörter zusammen stehen

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Was auf jeder Stufe möglich ist