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Französische Verben

Ein französisches Verb hat auf dem Papier viele Endungen und im Gesprochenen erstaunlich wenige: „je parle“, „tu parles“, „il parle“ und „ils parlent“ klingen gleich. Deshalb darf das Pronomen nie wegfallen — es ist oft das Einzige, was man hört.

Drei Gruppen, eine davon ist groß

Die allermeisten französischen Verben enden in der Grundform auf -er und sind regelmäßig — fast jedes neue Verb kommt in diese Gruppe. Daneben gibt es die Verben auf -ir nach dem Muster von finir und eine kleine Gruppe auf -re. In der Gegenwart:

Person-er-ir-re
Grundformparlerfinirvendre
jeparlefinisvends
tuparlesfinisvends
il, elle, onparlefinitvend
nousparlonsfinissonsvendons
vousparlezfinissezvendez
ils, ellesparlentfinissentvendent

Die Verben wie finir schieben im Plural -iss- ein. Bei den 138 unregelmäßigen Verben gilt keine dieser Tafeln ganz, und gerade die häufigsten gehören dazu: être, avoir, aller, faire. Deshalb muss man sie einzeln können.

Die typisch deutsche Falle

Beim Alter sagt das Deutsche „sein“, das Französische „haben“. Ebenso bei der Kälte und der Wärme, wo das Deutsche „mir ist …“ sagt: j’ai froid, j’ai chaud.

Falsch: Je suis vingt ans.
Richtig: J’ai vingt ans.

Die Gegenprobe: Steht im deutschen Satz „ich bin … Jahre alt“ oder „mir ist kalt“, „mir ist warm“, heißt es im Französischen avoir. Bei Hunger und Durst ist es wie im Deutschen: j’ai faim, j’ai soif.

Die zweite Falle: Die Verneinung umklammert das Verb

Verneint wird mit zwei Wörtern, und sie stehen um das gebeugte Verb herum: je ne parle pas. In der zusammengesetzten Vergangenheit ist das gebeugte Verb das Hilfsverb, also steht pas vor dem Partizip: je n’ai pas parlé, nicht je n’ai parlé pas. Im Deutschen steht „nicht“ weiter hinten, und genau das schleppt man mit.

Wo es weitergeht

Wie ein Verb seine Formen bildet, steht oben. Wann man welche Zeit nimmt — Passé composé oder Imparfait, Indikativ oder Subjonctif —, ist die Frage nach den Zeiten, und die hat eine eigene Seite. Diese hier hört bewusst auf, bevor sie eine schlechte Kopie davon wird.

Die 138 unregelmäßigen Verben Die französischen Zeiten

Die 30 Grammatikthemen rund um das Verb

Jedes mit Erklärung, Formtabelle, Beispielsätzen und eigenen Übungen.

A1Nahe Zukunft: aller + GrundformDie Zukunft, die man wirklich spricht.B1Das Futur simpleDie Grundform plus die Endungen von avoir.B1Der ConditionnelDerselbe Stamm wie das Futur, die Endungen des Imparfait.B1Futur nach quandDas Deutsche sagt hier Gegenwart, das Französische nicht.B2Futur antérieurSie nennt, was vor einem anderen Zukunftspunkt fertig ist.A2Das Présent für feste TermineWas auf einem Fahrplan steht, braucht keine Zukunftsform.B1Welche Zukunftsform wann?Drei Formen für die Zukunft, und die Wahl sagt, wie sicher man sich ist.B2Das Futur für eine VermutungEine Zukunftsform, die von der Gegenwart spricht.B2Zukunft in der VergangenheitWas von einem Punkt in der Vergangenheit aus noch bevorstand.A1Können und wollen: pouvoir, vouloirGebeugt, und danach die Grundform.A2Müssen: devoir und il fautEin persönliches Müssen und ein unpersönliches.A2Wissen und kennen: savoir, connaîtreZwei Verben für ein deutsches Wort — und für „können“.B1Modalverben in der VergangenheitPassé composé heißt es geschah, Imparfait heißt es galt.B1Nicht müssen und nicht dürfenZwei deutsche Sätze, die fast gleich klingen, und zwei französische, die einander widersprechen.B1devoir für eine VermutungDasselbe Verb, das die Pflicht trägt, trägt auch den Verdacht.A2Höflich bitten und fragenDrei Formen, die aus einer Forderung eine Bitte machen.B1Raten und empfehlenDrei Abstufungen zwischen einem Tipp und einer Warnung.C1Vorschriften und SchilderWie ein Schild, ein Formular und eine Hausordnung müssen und dürfen sagen — ohne Modalverb.B1Passiv mit êtreDas Partizip richtet sich nach dem Subjekt.A2on statt PassivDas häufigste französische Passiv ist gar keines.B2Passiv mit se und se faireEtwas macht sich, oder man lässt es an sich geschehen.B2Passiv mit par oder deEine Handlung nimmt par, ein Zustand nimmt de.A2Grundform ohne PräpositionWollen, können, müssen — und eine Reihe weiterer.B1Grundform mit àDie Verben des Anfangens, Lernens und Gelingens.B1Grundform mit deDie größte der drei Gruppen — und die des Aufhörens.B1Das GérondifZwei Dinge zugleich — und nur, wenn einer sie tut.B2Lassen: faire und laisserWer es tut, steht nicht dort, wo man es erwartet.B1Verben, die à und de nehmenDieselben Verben mit zwei Präpositionen — und zwei Bedeutungen.B1Adjektiv und Nomen vor der GrundformAuch ein Adjektiv braucht eine Präposition, bevor ein Verb folgt — und welche, hängt am Satzbau.B2Der Infinitif passéEine Grundform, die vorher liegt — und die das Deutsche mit einem ganzen Nebensatz ausdrückt.

1160 Verben abfragen

Die Verben aus dem Grundwortschatz, quer durch alle Themenlisten.