Französisch für Anfänger
Wer bei null anfängt, braucht keine Übersicht, sondern eine Reihenfolge. Diese Seite gibt eine — sechs Schritte, jeder mit dem Grammatikthema, den passenden Wörtern und einer Begründung, warum er da steht, wo er steht.
Warum eine Reihenfolge und nicht eine Liste
Diese Seite hat 100 Grammatikthemen. Für jemanden, der anfängt, ist das kein Angebot, sondern eine Wand: Alles sieht gleich wichtig aus, und der naheliegende Einstieg — vorn anfangen — führt in die Zeitenlehre, bevor ein einziger Satz steht.
Die Reihenfolge unten ist deshalb keine Sortierung des Stoffes, sondern eine Empfehlung, und sie folgt einer Regel: Jeder Schritt muss einen Satz mehr möglich machen, den man vorher nicht sagen konnte. Alles, was das nicht tut — so richtig es sein mag —, kommt später.
Drei Dinge vorweg
- Zwanzig Minuten an sechs Tagen schlagen zwei Stunden an einem. Das ist keine Ermahnung, sondern der Grund, warum diese Seite ein Tagesziel hat: Wiederholung wirkt über Abstände, und Abstände braucht es mehrere.
- Aussprache lernt man nicht hier. Diese Seite erklärt und fragt ab, beides schriftlich. Sprechen und Hören lernt man mit Menschen oder mit Aufnahmen — dafür ist sie kein Ersatz und will keiner sein.
- Fehler sind der Zweck der Übung, nicht ihr Misserfolg. Was Sie falsch beantworten, kommt morgen wieder; was sitzt, erst in fünf Wochen. Wer nur übt, was er schon kann, kommt nicht voran.
Die ersten sechs Schritte
Ohne être geht kein einziger Satz. Es ist das häufigste Verb der Sprache, es ist völlig unregelmäßig, und man braucht es, um zu sagen, wer man ist — also im ersten Satz, den man überhaupt sagt.
Dazu passend: Begrüßung und Höflichkeit — 40 Wörter.
Das zweite Verb, das man am ersten Tag braucht. Es sagt, was man hat — und im Französischen auch, wie alt man ist, ob man Hunger hat und ob einem kalt ist. Wer das mit être baut, sagt jedes Mal etwas anderes.
Dazu passend: Person und Familie — 41 Wörter.
Ein Satz Endungen, und damit vier von fünf französischen Verben. Vier der sechs Formen klingen dabei gleich — der Unterschied steht nur da, und das ist der Anfang von allem, was das Französische schreibt und nicht spricht.
Dazu passend: Die wichtigsten Verben — 57 Wörter.
Vor fast jedem Nomen steht ein Artikel, auch dort, wo das Deutsche keinen setzt. Und er sagt das Geschlecht — das man mitlernen muss, weil man es dem Wort nicht ansieht.
Dazu passend: Wohnen und Haushalt — 54 Wörter.
Der Artikel, den das Deutsche nicht hat. du café, de la viande: vor allem, was man nicht zählen kann. Er ist die erste Stelle, an der Übersetzen aus dem Deutschen sicher schiefgeht.
Dazu passend: Essen und Trinken — 48 Wörter.
Verneint wird mit zwei Wörtern, und sie umklammern das Verb. Gesagt wird meist nur das zweite, geschrieben immer beide — wer nur eines von beidem kennt, versteht die andere Hälfte der Sprache nicht.
Dazu passend: Allerweltswörter — 82 Wörter.
Und danach?
Nach diesen sechs Schritten stehen einfache Sätze in Gegenwart und Vergangenheit, Fragen und die ersten paar hundert Wörter. Das ist der Punkt, an dem sich eine Reihenfolge erübrigt: Von hier aus richtet sich der Weg danach, wofür Sie die Sprache brauchen.
Die 26 Themen der Stufe A1 stehen vollständig auf der A1-Seite; wer lieber gleich übt statt zu lesen, fängt mit der Tagesration an — sie entscheidet selbst, was heute drankommt.