A2 · Die Vergangenheit
Das Imparfait
Verlaufsvergangenheit
Was war, was lief, was immer wieder geschah.
Das Imparfait bildet man aus der Wir-Form der Gegenwart: nous parlons → parl- plus die Endungen -ais, -ais, -ait, -ions, -iez, -aient.
Die einzige Ausnahme ist être: j’étais.
Es nennt einen Zustand, eine Gewohnheit oder etwas, das lief — nicht ein einzelnes Ereignis. Deshalb steht es bei Beschreibungen und beim Wetter.
Die Form
| je parlais | ich sprach, ich habe immer gesprochen |
| tu faisais | du machtest |
| il avait | er hatte |
| nous étions | wir waren |
| vous alliez | ihr gingt |
| ils prenaient | sie nahmen |
Die Regeln im Einzelnen
Der Stamm kommt aus der Wir-Form der Gegenwart.
nous finissons → je finissaiswir beenden → ich beendete
être ist die einzige Ausnahme.
J’étais fatigué.Ich war müde.
Eine Gewohnheit steht im Imparfait.
Quand j’étais petit, j’allais à la mer.Als ich klein war, fuhr ich ans Meer.
Eine Beschreibung des Umstands steht im Imparfait.
Il faisait froid et il pleuvait.Es war kalt und es regnete.
Woran man es erkennt
- souvent
- toujours
- quand j’étais
- tous les jours
Beispielsätze
Avant, nous habitions à Lille.Früher wohnten wir in Lille.
Elle portait une robe bleue.Sie trug ein blaues Kleid.
On mangeait souvent chez eux.Wir haben oft bei ihnen gegessen.
Il était tard et j’avais faim.Es war spät und ich hatte Hunger.
Die typisch deutsche Falle
Aufgepasst
Das Imparfait ist nicht das deutsche Präteritum. „Ich ging gestern ins Kino" ist ein Ereignis und heißt je suis allé au cinéma — mit dem Passé composé, obwohl das Deutsche eine einfache Form hat. Die Wahl richtet sich nach der Sache und nicht danach, ob das Deutsche eine Form aus einem oder aus zwei Wörtern benutzt.
Das Imparfait beschreibt, es erzählt nicht.
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