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Feinschliff

A1  ·  Der einfache Satz

Freie Wortstellung, feste Endungen

Wortstellung im Aussagesatz

Subjekt, Verb, Objekt als Grundreihe — und keine Regel, die das Verb an die zweite Stelle oder ans Ende schickt.

Auf einen Blick

Merksatz
Die Endung sagt, wer was tut — die Stellung sagt, was wichtig ist.
Form
Piotr czyta gazetę.Subjekt – Verb – Objekt
Signalwörter
  • że
  • jutro
  • dzisiaj
Falle
Falsch:Się nazywam Piotr.
Richtig:Nazywam się Piotr.

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Jetzt selbst schreiben9 Sätze zu diesem Thema, getippt und sofort geprüft.

Die Form

Die Muster auf einen Blick

In jeder Zeile steht zuerst, wann oder wofür man das Muster braucht, dann ein Beispiel auf Polnisch.

Subjekt – Verb – ObjektPiotr czyta gazetę.
Zeit vorn: das Verb rückt nicht vorJutro Kasia jedzie do Gdańska.
das Neue steht am EndeKawę robi Marek.
das Pronomen fällt meist wegMieszkam w Berlinie.
im Nebensatz die Reihe des HauptsatzesWiem, że Marek jest w pracy.
der Infinitiv gleich nach dem ModalverbChcę jutro jechać do Krakowa.

Die Regeln im Einzelnen

Die Form dieses ThemasDas Wort, das sie verlangt

  1. Der neutrale Satz folgt der Reihe Subjekt, Verb, Objekt.

    Piotr czyta gazetę.Piotr liest die Zeitung.

  2. Das Verb muss nicht an zweiter Stelle stehen.

    Jutro Kasia jedzie do Gdańska.Morgen fährt Kasia nach Danzig.

  3. Das Subjektpronomen lässt du meist weg.

    Mieszkam w Berlinie.Ich wohne in Berlin.

  4. Im Nebensatz muss das Verb nicht ans Ende.

    Wiem, że Marek jest w pracy.Ich weiß, dass Marek bei der Arbeit ist.

  5. Was neu oder wichtig ist, steht gern am Ende.

    Kawę robi Marek.Den Kaffee macht Marek.

Beispielsätze

Moja mama pije herbatę.Meine Mutter trinkt Tee.

W sobotę idziemy do kina.Am Samstag gehen wir ins Kino.

Pracuję w szpitalu.Ich arbeite im Krankenhaus.

Teraz Piotr gotuje obiad.Jetzt kocht Piotr das Mittagessen.

Myślę, że masz rację.Ich glaube, du hast recht.

Noch 4 Beispielsätze

Wieczorem czytam książkę.Abends lese ich ein Buch.

Ania lubi kawę, a Marek woli herbatę.Ania mag Kaffee, und Marek trinkt lieber Tee.

Mówię, że nie mam czasu.Ich sage, dass ich keine Zeit habe.

Obiad gotuje dzisiaj tata.Das Mittagessen kocht heute Papa.

Die typisch deutsche Falle

Aufgepasst

Wer gehört hat, dass die Wortstellung frei ist, schiebt gern alles hin und her — auch die kleinen unbetonten Wörter. Im Deutschen darf ein kleines Pronomen auch vorn stehen („Mich wundert das“). Mit się geht das nicht: Es steht nie am Satzanfang, sondern lehnt sich an ein Wort davor.

Falsch:Się nazywam Piotr.
Richtig:Nazywam się Piotr.

Ausführlich erklärt

Ganze Erklärung lesen · ca. 1 Min.

Die neutrale Reihe ist Subjekt, Verb, Objekt: Piotr czyta gazetę (Piotr liest die Zeitung). Weil die Endungen zeigen, wer was tut, ist die Reihe freier als im Deutschen. Umgestellt wird nicht nach einer festen Regel, sondern danach, was wichtig ist: Was neu ist oder betont werden soll, steht gern am Ende.

Die deutsche Regel „Verb an zweiter Stelle“ gibt es nicht. Steht eine Zeitangabe vorn, muss das Verb nicht nach vorn rücken: Jutro Kasia jedzie do Gdańska, wörtlich „Morgen Kasia fährt nach Danzig“. Und im Nebensatz bleibt das Verb, wo es im Hauptsatz auch stünde: Wiem, że Marek jest w pracy — „dass Marek ist bei der Arbeit“.

Das Subjektpronomen lässt du meist weg, denn die Endung des Verbs nennt die Person schon: Mieszkam w Berlinie. Du setzt es nur, wenn du betonen oder gegenüberstellen willst: Ja mieszkam w Berlinie, a ty? Auch die deutsche Verbklammer brauchst du nicht: Der Infinitiv steht gewöhnlich gleich hinter seinem Verb — Chcę jutro jechać do Krakowa. Frei ist die Stellung aber nicht ganz: Kleine unbetonte Wörter wie się stehen nie am Satzanfang.

Genauer hingesehen

Kleine Wörter suchen sich die zweite Stelle

Unbetonte kurze Wörter wie się, mi oder go stehen ungern am Anfang oder ganz am Ende. Sie lehnen sich an das erste betonte Wort: Jak się masz?, Podoba mi się. Das lernst du später bei den Pronomen genauer.

Besonderheiten2
  1. Besonderheit

    Im Vergleich zum Deutschen: keine Verbklammer

    Das Deutsche reißt Verben gern auseinander: „Ich rufe abends meine Mutter an.“ Das Polnische hat keine trennbaren Verben und keine Klammer. Das Verb steht als ein Wort, meist früh im Satz, und der Rest folgt.

    Dzwonię do mamy wieczorem.Ich rufe abends meine Mutter an.

  2. Besonderheit

    Die Endung trägt die Rolle

    Weil die Endung zeigt, wer handelt, kann das Objekt vorn stehen, ohne dass sich die Bedeutung umdreht. Piotra ist hier eindeutig das Objekt; die Stellung betont nur, dass es Ania ist und nicht eine andere.

    Piotra kocha Ania, nie Kasia.Ania ist es, die Piotr liebt, nicht Kasia.

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Die Verben dieser Seite in allen Formen: być · mieć · iść · mieszkać · pracować · jechać · pić · robić

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