A1 · Die Fälle
Die sieben Fälle im Überblick
die sieben Fälle
Polnisch zeigt den Fall am Ende des Nomens — sieben Fälle statt vier, und kein Artikel.
Auf einen Blick
- Merksatz
- Was im Deutschen der Artikel leistet, leistet im Polnischen die Endung.
- Form
- mama, dom, oknoNominativ — kto? co?
- Signalwörter
- kto?
- co?
- kogo?
- czego?
- komu?
- z kim?
- o czym?
- Falle
- Falsch:Mieszkam w dom.Richtig:Mieszkam w domu.
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Die Form
Die Formen im Überblick
Alle Formen in einer Übersicht: zuerst, wofür eine Form steht, dann die Form auf Polnisch. So lassen sie sich direkt vergleichen.
| Nominativ — kto? co? | mama, dom, okno |
| Genitiv — kogo? czego? | mamy, domu, okna |
| Dativ — komu? czemu? | mamie, domowi, oknu |
| Akkusativ — kogo? co? | mamę, dom, okno |
| Instrumental — z kim? z czym? | mamą, domem, oknem |
| Lokativ — o kim? o czym? | mamie, domu, oknie |
| Vokativ — Anrede | mamo! domu! okno! |
Die Regeln im Einzelnen
Die Form dieses ThemasDas Wort, das sie verlangt
Der Fall steht am Ende des Nomens, nicht in einem Artikel.
Widzę mamę.Ich sehe Mama.
Das Verb bestimmt den Fall seines Objekts.
Mam kota.Ich habe eine Katze.
Die Präposition bestimmt den Fall des Nomens dahinter.
Jestem w domu.Ich bin zu Hause.
Nach nie wird aus dem Akkusativ ein Genitiv.
Mam kawę, ale nie mam mleka.Ich habe Kaffee, aber keine Milch.
Wen du ansprichst, steht im Vokativ.
Mamo, jestem w domu!Mama, ich bin zu Hause!
Beispielsätze
Mama jest w pracy.Mama ist bei der Arbeit.
Kupuję prezent dla mamy.Ich kaufe ein Geschenk für Mama.
Daję mamie kwiaty.Ich gebe Mama Blumen.
Często rozmawiam z mamą.Ich spreche oft mit Mama.
Myślę o mamie.Ich denke an Mama.
Noch 4 Beispielsätze
To jest okno.Das ist ein Fenster.
Kot siedzi na oknie.Die Katze sitzt auf dem Fensterbrett.
Idę do domu.Ich gehe nach Hause.
Mamy duży dom.Wir haben ein großes Haus.
Die typisch deutsche Falle
Aufgepasst
Deutschsprachige lassen das Nomen gern in der Grundform stehen und denken, die Präposition reiche schon. Aber w dom ist so falsch wie „in der Haus“: Nach w für einen Ort braucht das Nomen seine Lokativendung.
Ausführlich erklärt
Ganze Erklärung lesen · ca. 1 Min.
Im Deutschen trägt meist der Artikel den Fall: der Kaffee, den Kaffee, dem Kaffee. Das Polnische hat keinen Artikel, also steht der Fall am Wort selbst: kawa, kawy, kawie, kawę, kawą. Die Endung sagt dir, welche Rolle das Nomen im Satz spielt.
Es gibt sieben Fälle. Vier kennst du: Nominativ (mianownik), Genitiv (dopełniacz), Dativ (celownik) und Akkusativ (biernik). Drei sind neu: der Instrumental (narzędnik) für „mit wem, womit“ und nach być bei Berufen, der Lokativ (miejscownik) für „wo“ und „worüber“ — er steht nur nach Präpositionen — und der Vokativ (wołacz), die Form, mit der du jemanden ansprichst.
Welcher Fall steht, entscheiden drei Dinge: das Verb (mam „ich habe“ verlangt den Akkusativ), die Präposition (w „in“ für einen Ort verlangt den Lokativ) und die Verneinung (nach nie wird aus dem Akkusativ ein Genitiv). Lerne Verben und Präpositionen deshalb mit ihrem Fall, so wie du im Deutschen weißt, dass „mit“ den Dativ will.
Für den Anfang reichen dir drei Muster. Die meisten Wörter auf -a sind weiblich und gehen wie mama, die meisten Wörter auf einen Konsonanten sind männlich und gehen wie dom, die Wörter auf -o und -e sind sächlich und gehen wie okno.
Genauer hingesehen
Warum Polnisch ohne Artikel auskommt
Weil die Endung die Rolle im Satz zeigt, kann das Polnische die Wörter frei stellen. Mamę widzi Piotr heißt dasselbe wie Piotr widzi mamę — „Piotr sieht Mama“ —, nur mit anderer Betonung. Im Deutschen geht das nur, weil der Artikel hilft: „Den Hund sieht der Mann.“
Ob etwas bekannt oder neu ist, also „der“ oder „ein“, zeigt das Polnische über die Stellung im Satz: Bekanntes steht eher vorn, Neues eher hinten.
Na stole jest książka.Auf dem Tisch liegt ein Buch.
Książka jest na stole.Das Buch liegt auf dem Tisch.
Besonderheiten2
Besonderheit
Vier deutsche Fälle, sieben polnische
Die vier deutschen Fälle gibt es alle auch im Polnischen, und meist an denselben Stellen: Wer gibt, steht im Nominativ, wem du gibst, im Dativ, was du gibst, im Akkusativ. Neu sind der Instrumental, der Lokativ und der Vokativ — und dass der Genitiv viel häufiger ist als im Deutschen.
Piotr daje mamie kwiaty.Piotr gibt Mama Blumen.
Besonderheit
Der Lokativ steht nie allein
Es gibt keinen polnischen Satz, in dem der Lokativ ohne Präposition steht. Wenn du eine Lokativendung siehst, steht davor immer w, na, o, przy oder po.
Rozmawiamy o pogodzie.Wir sprechen über das Wetter.
Wie sitzt dieses Thema?
Nach dem Training wird das automatisch eingetragen. Du kannst es hier jederzeit selbst ändern.
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Die Verben dieser Seite in allen Formen: być · mieć · kupować · widzieć · rozmawiać · dawać · myśleć