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Polnische Aussprache: 57 Minimalpaare zum Hören

Ein Minimalpaar sind zwei Wörter, die sich in genau einem Laut unterscheiden. Im Polnischen ist das sehr oft ein Laut, den ein deutsches Ohr für denselben hält: ein hartes oder ein weiches „sch“, ein l oder ein ł, ein i oder ein y, ein o oder ein ą. kasza und Kasia, być und bić, laska und łaska sind verschiedene Wörter, und der Unterschied ist der ganze Punkt.

Muno winkt mit einem Vorderfuß zur BegrüßungSchön, dass du da bist.

Laut sprechen trainiert Mund und Ohr.

Das Deutsche hat ein „sch“ und ein „tsch“; das Polnische hat je drei, hart, weich und ohne Zischen. Deshalb sind die ersten Gruppen der 14 unten Zischlaute. Danach kommen das y, die Nasale ą und ę, das ł und die Endungen, an denen man Fall und Geschlecht hört.

Jede Gruppe sagt zuerst, was ein deutscher Sprecher stattdessen tut; die Wörter darunter sind der Beleg.

Kasse oder Grütze: s und sz

Ein scharfes s wie in „Bus“ und ein hartes sz, das dunkler klingt als das deutsche „sch“.

Was dabei passiert: Hier liegt der Fehler meist nicht im Mund, sondern im Auge: Ein deutscher Leser sieht s und spricht am Wortanfang ein weiches, summendes s wie in „Sonne“. Das polnische s ist immer scharf und stimmlos, wie in „Bus“: sok, Saft, beginnt mit einem s ohne jedes Summen. Das sz dagegen ist ein „sch“, aber härter und weiter hinten als das deutsche: Die Zungenspitze hebt sich leicht nach oben, die Lippen werden nicht gerundet. Wer die Lippen spitzt wie bei „Schule“, klingt weich und landet in Richtung ś.

Das eineheißtDas andereheißt
kasadie Kassekaszadie Grütze

Proszę zapłacić przy kasie numer dwa.Bitte zahlen Sie an Kasse Nummer zwei.

sokder Saftszokder Schock

Dla mnie sok jabłkowy, proszę.Für mich bitte einen Apfelsaft.

sumder Welsszumdas Rauschen

Słyszę szum morza.Ich höre das Rauschen des Meeres.

kosdie Amselkoszder Korb

Wyrzuć papier do kosza.Wirf das Papier in den Korb.

Bitte oder Ferkel: sz und ś

Das harte sz und das weiche ś, vor einem Vokal si geschrieben.

Was dabei passiert: Das Deutsche hat nur ein „sch“, und das liegt genau zwischen den beiden polnischen. Für ein polnisches Ohr klingt es deshalb mal wie das eine, mal wie das andere — und proszę, bitte, wird zu prosię, Ferkel. Für das harte sz bleibt die Zunge flach und weiter hinten, die Lippen ungerundet. Für das weiche ś drückt sich der Zungenrücken gegen den Gaumen wie bei einem „ich“, und die Zungenspitze liegt hinter den unteren Zähnen: ein „sch“ mit einem i darin. Vor einem Vokal schreibt man es si, und das i ist dann kein eigener Laut.

Das eineheißtDas andereheißt
proszębitteprosiędas Ferkel

Proszę, to dla pani.Bitte, das ist für Sie.

Das bekannteste Paar der Polnischkurse: Wer bittet und die Lippen spitzt, spricht vom Ferkel.
kaszadie GrützeKasiaKasia (Vorname)

Kasia lubi kaszę z mlekiem.Kasia mag Grütze mit Milch.

szyłasie nähtesiładie Kraft

Babcia szyła mi sukienkę.Oma hat mir ein Kleid genäht.

Ob oder dir: cz und ć

Dieselbe Teilung beim „tsch“: hartes cz, weiches ć, vor einem Vokal ci.

Was dabei passiert: Was für sz und ś gilt, gilt hier mit einem t davor. Das deutsche „tsch“ in „Matsch“ liegt zwischen den beiden polnischen Lauten, und das kleine czy, die Fragepartikel, fällt mit ci, dir, zusammen. Für cz bleibt die Zunge flach und hart, und der Vokal danach ist ein dunkles y; für ć wird der Zungenrücken an den Gaumen gedrückt, und es klingt wie ein ganz weiches „tch“ mit einem i darin. Am Wortende ist der Unterschied oft die Grammatik: płacz ist das Weinen, płać die Aufforderung zu zahlen.

Das eineheißtDas andereheißt
czyob; Fragepartikelcidir

Czy mogę ci pomóc?Kann ich dir helfen?

Beide Wörter stehen in diesem einen Satz.
czeszęich kämmecieszęich freue (mich)

Cieszę się, że przyjechałeś.Ich freue mich, dass du gekommen bist.

płaczdas Weinenpłaćzahl!

Z pokoju dziecka słychać płacz.Aus dem Kinderzimmer hört man Weinen.

Grau oder Zauber: sz und cz

Ein „sch“ ohne und ein „tsch“ mit t: sz gegen cz.

Was dabei passiert: Den Laut selbst trifft ein deutscher Sprecher leicht; was misslingt, ist das Lesen. cz sieht für ein deutsches Auge wie ein „z“ mit Anhang aus und wird gern als „ts“ gelesen — dann wird aus czary, Zauberei, etwas wie „tsary“. Es ist ein volles „tsch“ wie in „Tschüss“, und zwar ein hartes, mit flacher Zunge. sz ist dasselbe ohne das t davor. Wer langsam liest, sollte bei jedem cz kurz „t“ denken und bei jedem sz die Zunge nicht an den Gaumen bringen.

Das eineheißtDas andereheißt
szarygrauczarydie Zauberei

Mam szary płaszcz i czarne buty.Ich habe einen grauen Mantel und schwarze Schuhe.

szynydie Schienenczynydie Taten

Na dworcu wymieniają stare szyny.Am Bahnhof tauschen sie die alten Schienen aus.

kaszadie GrützekaczaEnten- (weiblich)

Na obiad jest kasza z warzywami.Zum Mittagessen gibt es Grütze mit Gemüse.

Sense oder Ziege: stimmlos und stimmhaft

Stimmloses s, ś gegen stimmhaftes z, ź.

Was dabei passiert: Im Deutschen entscheidet die Stelle im Wort, ob ein s summt: am Anfang ja („Sonne“), am Ende nicht („Haus“). Im Polnischen entscheidet der Buchstabe. s summt nie, z summt immer — auch am Wortanfang, wo ein deutscher Sprecher ein geschriebenes z als „ts“ liest. koza, Ziege, klingt wie „Kosa“ mit dem summenden s aus „Rose“, nicht wie „Kotsa“. Dasselbe gilt für die weichen Laute: ś ohne Stimme, ź mit, und śle, er schickt, steht gegen źle, schlecht.

Das eineheißtDas andereheißt
kosadie Sensekozadie Ziege

Na łące pasie się koza.Auf der Wiese weidet eine Ziege.

sadder Obstgartenzaddas Hinterteil (eines Tieres)

Za domem dziadkowie mają sad.Hinter dem Haus haben die Großeltern einen Obstgarten.

śleer schicktźleschlecht

Dziś czuję się źle.Heute fühle ich mich schlecht.

Zone oder Ehefrau: z und ż

Das summende z und das stimmhafte „sch“ ż wie in „Garage“.

Was dabei passiert: Das Deutsche kennt den Laut von ż nur aus Fremdwörtern: das „g“ in „Garage“ und „Genie“. Ein deutscher Sprecher ersetzt ihn deshalb gern durch ein stimmloses „sch“ oder durch ein einfaches s — und dann wird aus żona, Ehefrau, zona, eine Zone. Für ż bleibt die Zunge in der Stellung des sz, und die Stimme summt mit. rz klingt genauso und ist nur eine andere Schreibung: morze und może, Meer und vielleicht, hört niemand auseinander.

Das eineheißtDas andereheißt
zonadie Zoneżonadie Ehefrau

To jest moja żona, Ania.Das ist meine Frau Ania.

wazędie Vase (Akkusativ)ważęich wiege

Ważę o dwa kilogramy więcej niż w zimie.Ich wiege zwei Kilo mehr als im Winter.

zebradas Zebrażebradie Rippen

Po upadku bolą mnie żebra.Nach dem Sturz tun mir die Rippen weh.

Gut oder gute: rz und r

Das geschriebene rz ist kein r, sondern ein ż.

Was dabei passiert: Ein deutscher Leser sieht ein r und spricht eines — und zwar das deutsche, hinten im Rachen. Das polnische r ist ein Zungenspitzen-r, ein- oder zweimal gerollt wie im Bairischen. Und rz ist überhaupt kein r: Es klingt wie ż, das stimmhafte „sch“ aus „Garage“, nach einem stimmlosen Laut sogar wie sz (przy klingt wie „pschy“). An diesem Unterschied hängen Endungen: dobrze, gut, gegen dobre, gute; starzy, alte Männer, gegen stary, alt.

Das eineheißtDas andereheißt
dobregutedobrzegut (Adverb)

To ciasto jest bardzo dobre.Dieser Kuchen ist sehr gut.

dobrebeschreibt ein Dingdobrzeeine Handlung: mówisz dobrze, du sprichst gut.
rymder ReimRzymRom

W maju lecimy do Rzymu.Im Mai fliegen wir nach Rom.

staryalt (männlich)starzyalt (Männer im Plural)

Mój dziadek jest już stary.Mein Opa ist schon alt.

tworydie Gebildetworzyer schafft, er bildet

Ta artystka tworzy piękne obrazy.Diese Künstlerin schafft schöne Bilder.

Ecke oder Katze: ą und o, ę und e

Die Nasale ą und ę gegen die einfachen Vokale.

Was dabei passiert: Das Deutsche hat keine Nasalvokale, und ein deutscher Sprecher lässt sie deshalb weg oder macht ein n daraus. Beides geht schief: kąt, die Ecke, wird zu kot, der Katze. Das ą ist ein o, bei dem Luft durch die Nase entweicht, wie im französischen „bon“; vor t, d, c, cz und dz wird daraus ein o mit einem kurzen n danach (kąt klingt wie „kont“), vor k und g eines mit ng, vor p und b eines mit m (ząb). ę ist dasselbe mit e: pięć, fünf, klingt wie „pjentsch“ mit weichem Schluss, piec, der Ofen, ohne Nase.

Das eineheißtDas andereheißt
kotdie Katzekątdie Ecke

Kot śpi w kącie pokoju.Die Katze schläft in der Zimmerecke.

Beide Wörter stehen im Satz, kąt im Lokativ.
piecder Ofenpięćfünf

Mam pięć minut przerwy.Ich habe fünf Minuten Pause.

rokdas Jahrrąkder Hände (Genitiv Plural)

Rok temu przeprowadziliśmy się do Gdańska.Vor einem Jahr sind wir nach Danzig gezogen.

todastądieser (Instrumental, weiblich)

Pojadę tą drogą przez las.Ich fahre diesen Weg durch den Wald.

sadder Obstgartensąddas Gericht

Sąd zbiera się w poniedziałek.Das Gericht tritt am Montag zusammen.

kapiees tropftkąpieer badet

Wieczorem tata kąpie dzieci.Abends badet Papa die Kinder.

waseuchwąsder Schnurrbart

Zapraszam was na kolację.Ich lade euch zum Abendessen ein.

Kaffee, den Kaffee, mit Kaffee: a, ę und ą am Ende

Endungen, an denen man den Fall hört: -a, -ę, -ą.

Was dabei passiert: Am Wortende tragen die Nasale die Grammatik, und genau dort sprechen Deutschsprachige am undeutlichsten. kawa ist der Kaffee, kawę der Kaffee im Akkusativ (piję kawę), kawą der Instrumental (z kawą). Das ę am Wortende wird im Alltag fast zu einem e geschliffen — das hören auch Polen kaum. Das ą am Ende aber bleibt hörbar nasal, wie ein o mit „ng“-Klang: robią, sie machen, gegen robię, ich mache. Wer das ą nicht hört, verliert die Person.

Das eineheißtDas andereheißt
kawader Kaffeekawąmit Kaffee (Instrumental)

Ta kawa jest dla mnie za mocna.Dieser Kaffee ist mir zu stark.

wodędas Wasser (Akkusativ)wodąmit Wasser (Instrumental)

Rano piję szklankę wody z cytryną, a w pracy zwykle wodę mineralną.Morgens trinke ich ein Glas Wasser mit Zitrone und bei der Arbeit meist Mineralwasser.

mamadie Mamamamąmit Mama (Instrumental)

Idę z mamą do sklepu.Ich gehe mit Mama in den Laden.

robięich macherobiąsie machen

Co oni robią w sobotę?Was machen sie am Samstag?

piszęich schreibepisząsie schreiben

Piszę list do przyjaciółki.Ich schreibe einen Brief an eine Freundin.

mąkadas Mehlmękadie Qual

Do ciasta potrzebujemy mąki i jajek.Für den Kuchen brauchen wir Mehl und Eier.

jesie (Akkusativ, Plural)jąsie (Akkusativ, eine Frau)

Znam ją ze szkoły.Ich kenne sie aus der Schule.

jąmeint eine Frau oder ein weibliches WortjeDinge oder Kinder im Plural je ist außerdem „er isst“.

Stock oder Gnade: l und ł

Das l ist ein deutsches l; das ł klingt wie ein englisches w.

Was dabei passiert: Das durchgestrichene ł sieht aus wie ein l und ist keines. Im heutigen Polnisch klingt es wie das w in englisch „water“: Die Lippen runden sich kurz, die Zunge berührt nichts. Wer es als l spricht, wird oft verstanden, sagt aber manchmal ein anderes Wort: laska ist der Spazierstock, łaska die Gnade; lata sind Jahre, łata ist ein Flicken. Weil fast jede Vergangenheit ein ł trägt (był, miała, bał), ist es einer der Laute, an denen man einen deutschen Akzent am schnellsten hört.

Das eineheißtDas andereheißt
laskader Spazierstockłaskadie Gnade

Dziadek chodzi z laską.Opa geht am Stock.

latadie Jahrełatader Flicken

Mieszkamy tu już trzy lata.Wir wohnen schon drei Jahre hier.

wolader Willewołaer ruft

Mama woła nas na obiad.Mama ruft uns zum Mittagessen.

balder Ball (Fest)bałer hatte Angst

Marek bał się psa sąsiadów.Marek hatte Angst vor dem Hund der Nachbarn.

miladie Meilemiłanett (weiblich)

Nowa sąsiadka jest bardzo miła.Die neue Nachbarin ist sehr nett.

Frauen oder Männer: -ły und -li

Die Vergangenheit im Plural: -ły ohne, -li mit Männern in der Gruppe.

Was dabei passiert: Zwei Laute auf einmal entscheiden hier über die Grammatik: das ł gegen das l und das dunkle y gegen das helle i. były sagt man von Frauen, Kindern und Dingen, byli, sobald ein Mann dabei ist. Im Satz hört man den Unterschied nur an diesem einen Wortende, und ein deutscher Sprecher, der ł als l und y als i spricht, sagt immer die Männerform — auch über eine Gruppe von Frauen.

Das eineheißtDas andereheißt
byłysie waren (ohne Männer)bylisie waren (mit Männern)

Ania i Kasia były wczoraj w kinie.Ania und Kasia waren gestern im Kino.

piłysie tranken (ohne Männer)pilisie tranken (mit Männern)

Na weselu wszyscy pili szampana.Auf der Hochzeit haben alle Sekt getrunken.

szłysie gingen (ohne Männer)szlisie gingen (mit Männern)

Dziewczyny szły powoli przez park.Die Mädchen gingen langsam durch den Park.

małyklein (männlich)maliklein (Männer im Plural)

Mamy mały ogród za domem.Wir haben einen kleinen Garten hinter dem Haus.

mogłysie konnten (ohne Männer)moglisie konnten (mit Männern)

Studenci nie mogli znaleźć sali.Die Studenten konnten den Saal nicht finden.

Sein oder schlagen: y und i

Das dunkle y ist kein i, sondern liegt zwischen i und u.

Was dabei passiert: Das Deutsche hat für y keinen eigenen Laut, und ein deutscher Leser spricht es als „ü“ (wie in „Typ“) oder als langes, helles i wie in „Liebe“. Beides ist falsch. Das polnische y entsteht, wenn du ein i sagen willst und die Zunge dabei ein Stück zurückziehst; es klingt ähnlich wie das kurze i in „bitte“ oder „Mitte“, nur noch etwas dunkler. Die Lippen bleiben breit, nie gerundet. być, sein, und bić, schlagen, unterscheidet nur dieser Laut — und my, wir, und mi, mir, ebenso.

Das eineheißtDas andereheißt
byćseinbićschlagen

Chcę być lekarzem.Ich will Arzt werden.

bylisie warenbilisie schlugen

Byliśmy w Krakowie, a oni byli w Gdańsku.Wir waren in Krakau, und sie waren in Danzig.

mywirmimir

Daj mi, proszę, ten długopis.Gib mir bitte den Kugelschreiber.

wydaćausgebenwidaćman sieht

Z okna widać morze.Vom Fenster aus sieht man das Meer.

nowyneu (männlich)nowineu (Männer im Plural)

Mam nowy telefon.Ich habe ein neues Handy.

piskdas Quietschenpyskdas Maul

Usłyszałam pisk opon.Ich habe das Quietschen von Reifen gehört.

Hurra oder Huhn: ch und k

ch und h sind dasselbe Reiben hinten im Mund, wie in „Bach“; k ist ein Verschluss.

Was dabei passiert: Das polnische ch ist immer das „ach“ aus „Bach“, auch nach e und i, wo das Deutsche ein „ich“ spricht: chleb, cichy. Und das h klingt genauso — kein Hauch wie im deutschen „Haus“, sondern dasselbe Reiben. Ein deutscher Sprecher, der h als bloßen Hauch spricht, wird kaum gehört, und dann rät der Hörer auf ein k: hura und kura, Hurra und Huhn. Wie man h und ch schreibt, sagt die Aussprache nicht; das steht bei den Schreibregeln.

Das eineheißtDas andereheißt
hurahurrakuradas Huhn

Na podwórku chodzi kura.Auf dem Hof läuft ein Huhn herum.

chorykrankkoryder Rinde (Genitiv)

Piotr jest chory i leży w łóżku.Piotr ist krank und liegt im Bett.

Flur oder Schatten: ś und ć

Zwei weiche Laute: ś ohne, ć mit Verschluss.

Was dabei passiert: Beide weichen Laute klingen für ein deutsches Ohr nach einem Mittelding aus „sch“ und „ch“, und so verschwimmt, ob vorne ein kleiner Verschluss steht oder nicht. ś ist reines Reiben, die Zunge hoch am Gaumen; ć beginnt mit einem kurzen t an derselben Stelle. sień, der Hausflur, und cień, der Schatten, unterscheidet nur dieser Verschluss. Wer unsicher ist, spricht ć lieber etwas zu deutlich: Ein zu starkes t stört weniger als ein fehlendes.

Das eineheißtDas andereheißt
sieńder Hausflurcieńder Schatten

Usiądźmy w cieniu pod drzewem.Setzen wir uns in den Schatten unter dem Baum.

siałasie säteciałades Körpers

Babcia siała w ogrodzie marchewkę.Oma säte im Garten Karotten.

Hören und unterscheiden

Es wird eines der beiden Wörter gesprochen, und du sagst, welches. Zwei Möglichkeiten heißt: Raten trifft die Hälfte. Deshalb kommt jedes Paar zweimal dran — einmal je Wort. Wer den Laut nicht hat, landet über beide hinweg bei fünfzig Prozent, und das ist zu sehen; ein einzelner Treffer wäre es nicht.

Diese Paare im Hörtrainer üben — mit wechselnden Stimmen