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C1HistoireTravail3 min

Der letzte Tag im Büro

Après douze ans, une responsable d’équipe donne sa démission — et le dernier jour, elle comprend enfin pourquoi.

Une histoire pensive sur le départ d’un emploi. Observe le Konjunktiv II du passé (hätte … sollen, wäre … gewesen) et le style nominal (die Entscheidung zur Kündigung) : deux façons de revenir sur ce qui n’a pas eu lieu.

Zwölf Jahre lang hatte Miriam in derselben Firma gearbeitet, die letzten fünf davon als Leiterin eines Teams von acht Leuten. Als sie im Frühjahr kündigte, waren viele überrascht. Es gab keinen Streit, kein besseres Angebot, keinen Ärger. Wenn man sie fragte, warum sie gehe, antwortete sie meistens nur, es sei an der Zeit. Mehr wollte sie dazu nicht sagen, nicht einmal zu ihren engsten Kollegen.

Ganz ehrlich war diese Antwort nicht. Die Entscheidung zur Kündigung war nicht plötzlich gekommen, sondern langsam gewachsen, wie ein Riss in einer Wand, den man lange nicht sieht. Irgendwann hatte sie gemerkt, dass sie montags schon am Sonntag müde war, und dass sie ihre besten Ideen nicht mehr bei der Arbeit hatte, sondern auf dem Weg nach Hause.

An ihrem letzten Tag räumte sie ihren Schreibtisch auf. In einer Schublade fand sie einen Ordner mit Notizen aus ihrem ersten Jahr: Ideen für ein neues System, Zeichnungen, Fragen, die sie damals jeden Tag gestellt hatte. Fast nichts davon war umgesetzt worden. Hätte sie mehr kämpfen sollen? Vielleicht. Aber sie erinnerte sich auch, wie oft man ihr damals gesagt hatte, das sei zu früh, zu teuer, zu gefährlich.

Am Nachmittag kam das Team zusammen, um sich zu verabschieden. Jonas, der Jüngste, hielt eine kurze Rede. Er sagte, er habe von ihr vor allem eines gelernt: dass man eine Frage stellen dürfe, auch wenn man die Antwort nicht kenne. Miriam musste lachen, weil sie selbst genau diesen Satz vor zwölf Jahren in ihren Ordner geschrieben hatte.

Auf dem Weg nach Hause dachte sie lange darüber nach. Vielleicht war es gar nicht so wichtig, ob ihre Ideen umgesetzt worden wären. Vielleicht war das Wichtigste trotzdem bei den anderen angekommen, ohne dass sie es bemerkt hatte. Zum ersten Mal seit Monaten fühlte sich die Entscheidung nicht wie ein Ende an, sondern wie ein Abschluss.

D’autres phrases sur ce thème dans « La langue en situation » : L’allemand pour le travail

Mots
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Phrases
22
Mots par phrase
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Temps de lecture
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La grammaire dans ce texte

Ces formes figurent dans le texte en situation réelle. Avec « Afficher la grammaire », au-dessus du texte, elles sont surlignées.

Les listes de mots de ce texte

Les mots de ce texte figurent dans 29 listes de ce site ; le nombre qui suit indique combien viennent de chaque liste. Après la lecture, ce sont précisément ces mots dont on a eu besoin — et on peut réviser exactement ceux-là.

Questions de compréhension

5 questions sur le texte. À chaque réponse s’affiche la phrase où elle se trouve — une question dont on ne retrouve pas la réponse dans le texte ne vérifie rien.

1. Warum waren viele über Miriams Kündigung überrascht?

2. Womit wird die Entscheidung im zweiten Absatz verglichen?

3. Was fand Miriam in ihrer Schublade?

4. Warum musste Miriam bei Jonas’ Rede lachen?

5. Wie fühlt sich die Entscheidung am Ende an?