C2DiálogoVida diaria2 min
Über das Älterwerden
Una mujer joven y su abuela hablan de envejecer, y de lo poco que cambia en realidad.
Una conversación tranquila entre generaciones. Fíjate en cómo la abuela responde con imágenes en lugar de definiciones, y en cómo las partículas modales (ja, eben, halt, schon) dan calidez al diálogo.
Darf ich dich etwas sehr Privates fragen? Wie ist es eigentlich, alt zu sein?
Das hängt davon ab, wann du mich fragst. Morgens, wenn mir der Rücken weh tut, ist es ziemlich schwer. Nachmittags, wenn ich im Garten sitze, merke ich es kaum.
Aber fühlst du dich anders als früher? Innen, meine ich.
Das ist ja das Seltsame. Innen bin ich gar nicht so anders. Manchmal sehe ich im Spiegel eine alte Frau und denke: Wer ist das denn? Drinnen sitzt immer noch jemand, der mit zwanzig ohne Geld nach Paris fahren wollte.
Und warum hast du es nicht gemacht?
Weil ich Angst hatte. Und dann kam eben das Leben dazwischen: die Arbeit, die Kinder, das Haus. Ich bereue es nicht. Aber ich denke schon manchmal daran.
Hast du Angst vor dem, was noch kommt?
Weniger als früher. Mit zwanzig hatte ich vor allem Angst, etwas zu verpassen. Heute habe ich eher Angst, dass ich andere belaste. Das ist eine ganz andere Art von Angst. Sie ist leiser, aber sie geht nicht weg.
Du belastest niemanden. Ich komme gern zu dir.
Das weiß ich, und das ist schön. Darf ich dir dafür auch einen Rat geben?
Natürlich.
Wenn du nach Paris willst, dann fahr hin, solange du jung bist. Nicht, weil es dort so besonders ist. Sondern weil man sich später an das erinnert, was man getan hat, und nicht an das, was man nur geplant hatte.
Darf ich dich etwas fragen? Wie ist es, alt zu sein?
Das kommt darauf an. Morgens tut mir der Rücken weh, das ist nicht schön. Nachmittags im Garten merke ich es kaum.
Fühlst du dich anders als früher?
Das ist das Seltsame. Innen bin ich nicht so anders. Im Spiegel sehe ich eine alte Frau. Aber in mir ist immer noch die junge Frau, die mit zwanzig nach Paris wollte.
Warum bist du nicht gefahren?
Ich hatte Angst. Und dann kamen die Arbeit, die Kinder, das Haus. Es tut mir nicht leid. Aber ich denke manchmal daran.
Hast du Angst vor dem, was noch kommt?
Weniger als früher. Mit zwanzig hatte ich Angst, etwas zu verpassen. Heute habe ich Angst, dass ich andere belaste.
Das tust du nicht. Ich komme gern zu dir.
Das ist schön. Darf ich dir einen Rat geben?
Natürlich.
Wenn du nach Paris willst, fahr hin, solange du jung bist. Später erinnert man sich an das, was man getan hat, und nicht an das, was man nur wollte.
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Gramática en este texto
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Das ist ja das Seltsame · kam eben das Leben · denke schon manchmal
Las partículas modales suavizan y matizan: Das ist ja das Seltsame (como ya sabes), kam eben das Leben dazwischen (es lo que hay), Aber ich denke schon manchmal daran (sí que lo pienso). Las partículas modales →
Angst vor dem · an das erinnert
Verbos con preposición fija: Angst … vor dem, erinnert sich … an das. Verbos con preposición fija →
solange du jung bist
solange (mientras): solange du jung bist. Temporales: als, wenn, wann →
Las listas de palabras de este texto
Las palabras de este texto están en 24 listas de este sitio; el número de detrás indica cuántas vienen de cada lista. Quien ha leído el texto acaba de necesitar justo estas palabras, y puede repasar exactamente esas.
Preguntas de comprensión
5 preguntas sobre el texto. Con cada respuesta aparece la frase en la que está: una pregunta cuya respuesta no se encuentra en el texto no evalúa nada.
1. Wann merkt Rosa ihr Alter kaum?
Rosas erster Beitrag.
Achte auf „Nachmittags“.
wenn ich im Garten sitze, merke ich es kaum
2. Was ist für Rosa das Seltsame am Alter?
Lies Rosas Antwort auf „Innen, meine ich“.
Achte auf das Wort „Innen“.
Innen bin ich gar nicht so anders
3. Warum ist Rosa mit zwanzig nicht nach Paris gefahren?
Lina fragt: „Und warum hast du es nicht gemacht?“
Achte auf das Wort „Weil“.
Weil ich Angst hatte
4. Wovor hat Rosa heute eher Angst?
Lies Rosas Antwort auf „Hast du Angst …?“
Achte auf das Wort „Heute“.
Heute habe ich eher Angst, dass ich andere belaste
5. Warum rät Rosa Lina, nach Paris zu fahren?
Rosas letzter Beitrag.
Achte auf „Nicht, weil … Sondern weil“.
weil man sich später an das erinnert, was man getan hat