B2StoryEveryday life2 min
Der Garten auf dem Parkplatz
A grey car park becomes a neighbourhood garden — slowly, and not without arguments.
A story about a neighbourhood project. Look at the passive (wurde gegründet, wurden gesammelt) and at the participles used as adjectives (die gesammelten Unterschriften).
Hinter dem Haus in der Lindenstraße lag jahrelang ein kleiner Parkplatz, den kaum jemand benutzte. Zwischen den Steinen wuchs Gras, und am Wochenende stand dort höchstens ein einziges Auto. Frau Okafor aus dem dritten Stockwerk sah jeden Morgen aus dem Fenster auf diese graue Fläche und dachte: Das ist schade.
Im Frühling sprach sie beim Fest der Nachbarschaft darüber. Sie war überrascht: Viele waren sofort dabei. Ein Rentner hatte früher einen eigenen Garten gehabt, eine Familie wollte mit den Kindern Gemüse anbauen, und zwei Studentinnen boten an, sich um den Antrag bei der Stadt zu kümmern.
Nicht alle waren begeistert. Herr Stein, dem das einzige Auto gehörte, hatte Angst, dass er keinen Platz mehr finden würde. Andere hatten Angst vor Lärm und vor Tieren in der Nacht. Es wurde lange diskutiert, bis man sich auf einen Kompromiss einigte: Zwei Plätze für Autos bleiben, der Rest wird Garten.
Im Sommer wurden über hundert Unterschriften gesammelt und an die Stadt geschickt. Im Herbst kam die Antwort: Der Garten wurde erlaubt, unter der Bedingung, dass die Nachbarn sich selbst um alles kümmern. Am ersten Samstag kamen dreißig Leute mit Schaufeln und Erde.
Heute wachsen dort Tomaten, Bohnen und Blumen. Es gibt zwei Bänke und einen Plan, wer wann gießt. Und Herr Stein? Er parkt immer noch auf seinem Platz — aber jeden Abend gießt er die Tomaten, die neben seinem Auto wachsen.
Hinter dem Haus in der Lindenstraße war ein kleiner Parkplatz, den fast niemand benutzte. Am Wochenende stand dort nur ein Auto. Frau Okafor sah jeden Morgen auf den grauen Platz und fand das schade.
Im Frühling erzählte sie beim Fest der Nachbarn von ihrer Idee: ein Garten! Viele waren sofort dabei. Ein alter Mann, eine Familie mit Kindern und zwei Studentinnen waren dabei. Zwei Studentinnen schrieben den Antrag an die Stadt.
Aber nicht alle fanden die Idee gut. Herr Stein hatte Angst, dass er keinen Platz mehr für sein Auto findet. Andere hatten Angst vor Lärm. Am Ende sagten alle: Zwei Plätze für Autos bleiben, der Rest wird Garten.
Im Sommer schickten sie über hundert Unterschriften an die Stadt. Im Herbst kam die Antwort: Der Garten ist erlaubt. Die Nachbarn müssen aber alles selbst machen. Am ersten Samstag kamen dreißig Leute.
Heute wachsen dort Tomaten und Blumen. Es gibt zwei Bänke. Und Herr Stein? Er parkt noch immer dort — aber jeden Abend gießt er die Tomaten neben seinem Auto.
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Grammar in this text
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wurden über hundert Unterschriften gesammelt · Der Garten wurde erlaubt · Es wurde lange diskutiert
The passive in the past: wurden … gesammelt, Der Garten wurde erlaubt, and the impersonal Es wurde lange diskutiert. Passive with werden →
dem das einzige Auto gehörte
A relative pronoun in the dative: Herr Stein, dem das einzige Auto gehörte (gehören takes the dative). Relative clauses →
sich um den Antrag bei der Stadt zu kümmern · sich auf einen Kompromiss einigte
Reflexive verbs: sich … kümmern (take care of), sich … einigte (agree on). Verbs that are always reflexive →
The words from B2 up in this text
Not the hard words in general, but those at your level: all 4 of the 157 words in this text are at B2 or above. You will know everything else by the time you get here.
anbauen
to grow, to cultivate
B2begeistert
enthusiastic, delighted
B2der Rentner
pensioner
B2die Schaufel
shovel, spade
B2
The word lists for this text
The words in this text appear in 31 lists on this site; the number after each says how many come from that list. Having read the text, you have just needed these very words — and can practise exactly them.
Comprehension questions
5 questions on the text. With each answer the sentence it comes from appears — a question whose answer you cannot find in the text tests nothing.
1. Wie sah der Parkplatz früher aus?
Lies den ersten Absatz.
Achte auf „kaum jemand“.
ein kleiner Parkplatz, den kaum jemand benutzte
2. Wer kümmerte sich um den Antrag bei der Stadt?
Lies den zweiten Absatz.
Achte auf das Wort „Antrag“.
zwei Studentinnen boten an, sich um den Antrag bei der Stadt zu kümmern
3. Warum war Herr Stein dagegen?
Lies den dritten Absatz.
Achte auf „hatte Angst“.
hatte Angst, dass er keinen Platz mehr finden würde
4. Worauf einigte man sich?
Lies das Ende des dritten Absatzes.
Achte auf das Wort „Kompromiss“.
Zwei Plätze für Autos bleiben, der Rest wird Garten
5. Was macht Herr Stein heute jeden Abend?
Lies den letzten Satz.
Achte auf „jeden Abend“.
jeden Abend gießt er die Tomaten