Germane Adjektive
Germane Adjektive werden nicht gebeugt — das ist die gute Nachricht und der Grund, warum sie als leicht gelten. Was stattdessen schwer ist: die Steigerung, die feste Reihenfolge und der Unterschied zwischen -ing und -ed.
Keine Endungen — wirklich keine
Ein deutsches Adjektiv richtet sich nach dem Nomen: ein großer Hund, eine große Katze, große Hunde. Ein Germanes tut das nie: a big dog, a big cat, big dogs. Es steht auch immer vor dem Nomen oder hinter be — dazwischen gibt es nichts.
Die einzige Endung, die ein Adjektiv bekommt, ist die der Steigerung, und die hängt an der Länge des Wortes: kurze Wörter bekommen -er und -est, längere bekommen more und most davor.
Die Reihenfolge, die niemand aufsagen kann
Stehen mehrere Adjektive vor einem Nomen, ist ihre Reihenfolge fest. Muttersprachler halten sie ein, ohne sie zu kennen — sie hören nur, dass etwas nicht stimmt. Wer sie einmal gelesen hat, ist im Vorteil:
| 1. Wertung | a lovely old red Italian wooden table |
| 2. Größe | a lovely big old table |
| 3. Alter | a lovely big old table |
| 4. Farbe | … red … |
| 5. Herkunft | … Italian … |
| 6. Material | … wooden table |
In der Praxis stehen selten mehr als zwei zusammen. Die Regel lohnt sich trotzdem, weil sie die Fälle mit zweien schon entscheidet: a big red car, nie a red big car.
Die typisch deutsche Falle
-ing beschreibt, was etwas auslöst; -ed, wie jemand sich fühlt. Im Deutschen steht für beides oft dasselbe Wort, und der Fehler ist deshalb nicht selten, sondern die Regel.
Der erste Satz heißt: Ich bin sehr langweilig. Der zweite: Mir ist sehr langweilig. Es ist einer der wenigen Fehler, die eine Aussage nicht verunglücken lassen, sondern ins Gegenteil drehen.
Die 9 Grammatikthemen zu Adjektiven
Die 0 Adjektive des Grundwortschatzes
Nach Stufe geordnet, jedes mit Beispielsatz.