Variation, Selektion, Vererbung — und die Wörter, die keine Absicht unterstellen.
Der häufigste Fehler in diesem Fach ist sprachlich und nicht sachlich: Fast jede alltägliche Formulierung unterstellt eine Absicht — „das Tier hat sich angepasst“, „damit es besser überlebt“. Die Fachsprache vermeidet das konsequent, und genau darin liegt ihr Wert: a trait spread ist eine Beobachtung, the animal wanted wäre eine Erfindung.
Die Wörter
Ansicht
Nomen (4)
traitMerkmalNomenC2
A trait spreads or it does not; it does not try.Ein Merkmal breitet sich aus oder nicht; es versucht nichts.
exaptationUmnutzung eines MerkmalsNomenC2
A feather was an exaptation long before it was for flying.Eine Feder war lange eine Umnutzung eines Merkmals, bevor sie dem Fliegen diente.
homologyHomologieNomenC2
Homology means shared descent and not shared use.Homologie heißt gemeinsame Abstammung und nicht gemeinsamer Gebrauch.
coevolutionKoevolutionNomenC2
Coevolution ties a flower to one insect and back again.Koevolution bindet eine Blüte an ein Insekt und umgekehrt.
Wendung (36)
heritable variationerbliche VariationWendungC2
Without heritable variation nothing can change over generations.Ohne erbliche Variation kann sich über Generationen nichts ändern.
version of a geneFassung eines GensWendungC2
A version of a gene is one option at a place in the genome.Eine Fassung eines Gens ist eine Möglichkeit an einer Stelle im Erbgut.
how common a version isHäufigkeit einer GenfassungWendungC2
Evolution is a change in how common a version is, and nothing more mysterious.Evolution ist eine Änderung der Häufigkeit einer Genfassung und nichts Geheimnisvolleres.
the genes of a populationErbgut einer PopulationWendungC2
The genes of a population are what selection actually acts on.Das Erbgut einer Population ist das, woran die Auslese wirklich ansetzt.
selection by survival and offspringAuslese durch Überleben und NachkommenWendungC2
Selection by survival and offspring is a consequence and not a force.Die Auslese durch Überleben und Nachkommen ist eine Folge und keine Kraft.
selection pressureSelektionsdruck in der NaturWendungC2
A selection pressure in the natural world is measured over generations.Ein Selektionsdruck in der Natur wird über Generationen gemessen.
reproductive successFortpflanzungserfolg im FachsinnWendungC2
Reproductive success here means offspring and never strength.Der Fortpflanzungserfolg im Fachsinn meint Nachkommen und nie Stärke.
trait that proved usefulMerkmal, das sich bewährt hatWendungC2
A trait that proved useful is read backwards and was never aimed at.Ein Merkmal, das sich bewährt hat, liest man rückwärts; es war nie das Ziel.
change by chance aloneÄnderung allein durch ZufallWendungC2
Change by chance alone moves small populations more than selection does.Eine Änderung allein durch Zufall bewegt kleine Populationen stärker als die Auslese.
founder effectGründereffektWendungC2
A founder effect fixes whatever the first few happened to carry.Ein Gründereffekt legt fest, was die ersten wenigen zufällig trugen.
collapse in population sizeEinbruch der PopulationsgrößeWendungC2
A collapse in population size throws away variation that never comes back.Ein Einbruch der Populationsgröße wirft Variation weg, die nicht wiederkommt.
gene flowGenflussWendungC2
Gene flow between populations keeps them from parting.Genfluss zwischen Populationen hält sie davon ab, sich zu trennen.
Phenotypic plasticity is change within a life and not across generations.Phänotypische Plastizität ist Änderung innerhalb eines Lebens und nicht über Generationen.
Teleological language is the commonest error in writing about this field.Zweckgerichtete Sprache ist der häufigste Fehler beim Schreiben über dieses Fach.
Diese Liste gehört zu Natur, Wetter und Umwelt — 38 Listen und 1364 Wörter, die sich auch am Stück abfragen lassen.
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Aus diesen 40 Wörtern, so viele pro Runde, wie du willst — bis zu allen: zuerst, was heute fällig ist, dann neue. Erst wählst du aus, dann setzt du ein, dann schreibst du selbst. Fehler kommen gleich noch einmal.