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Türkisch lernen — häufige Fragen

40 Fragen, die beim Türkischlernen wirklich gestellt werden, mit Antworten, die für sich stehen. Wo es ausführlicher wird, steht der Verweis darunter — nicht statt der Antwort.

Anfangen

Wo du beginnst, wie schwer es ist, welches Türkisch du lernst und was die Stufen bedeuten.

Wie fange ich an, Türkisch zu lernen?

Mit der Vokalharmonie, und zwar am ersten Tag. Fast alles Weitere im Türkischen ist eine Endung, und jede Endung hat zwei oder vier Formen, je nach dem Vokal davor: evde, im Haus, aber okulda, in der Schule. Danach kommen „sein“ als Endung (yorgunum, ich bin müde), var und yok für „es gibt“ und „haben“, der Lokativ für „in“, die Gegenwart auf -iyor und die Vergangenheit auf -di. Mit diesen sechs Schritten kannst du über dich, deinen Tag und deine Umgebung reden — und genau so ist der Anfängerweg dieser Seite gebaut.

Zum Einstieg für Anfänger

Ist Türkisch schwer für Deutschsprachige?

Anders, nicht unbedingt schwer. Ungewohnt sind die Vokalharmonie, die vielen Endungen hintereinander und ein Wortschatz, in dem du anfangs fast nichts wiedererkennst. Leichter als erwartet sind andere Dinge: Es gibt kein grammatisches Geschlecht, keinen bestimmten Artikel, und die Verben sind fast ohne Ausnahme regelmäßig. Das Verb am Satzende kennst du aus dem deutschen Nebensatz schon. Und die Schrift wird fast so gelesen, wie sie dasteht.

Was auf jeder Stufe möglich ist

Wie lange dauert es, bis ich Türkisch sprechen kann?

Das hängt davon ab, was „sprechen“ heißen soll. Für einen Einkauf, eine Wegauskunft und ein Gespräch über Herkunft, Familie und Arbeit reichen die A1-Themen und einige hundert Wörter; bei regelmäßigem Üben ist das eine Sache von Monaten, nicht von Jahren. Für ein Gespräch, in dem du Gründe nennst und Erlebtes erzählst, kommen der Aorist, die Vergangenheit auf -miş und die Partizipien dazu, und das dauert deutlich länger. Eine Wochenzahl nennt diese Seite nicht, weil sie sie nicht kennt.

Zum Lernpfad

Welches Türkisch lerne ich hier?

Das Standardtürkisch, wie es in Istanbul gesprochen und im ganzen Land geschrieben wird — in der Schule, in Zeitungen, im Fernsehen und auf Ämtern. Regional klingt das Türkische verschieden, vor allem in der Aussprache, aber Grammatik und Schreibung sind überall dieselben. Mit dem Standard wirst du überall verstanden, auch von Menschen, die zu Hause anders sprechen.

Die Grammatik, Stufe für Stufe

Was bedeuten A1, A2 und B1?

Es sind die ersten drei von sechs Stufen einer europäischen Skala, von den ersten Sätzen (A1) bis zur mühelosen Beherrschung (C2). Die Buchstaben sind frei benutzbar; die ausformulierten amtlichen Beschreibungen dazu werden hier bewusst nicht wiedergegeben. Was hier steht, ist die eigene Einteilung dieses Projekts, und ihr Maßstab ist: nicht, wie schwer ein Wort oder ein Thema ist, sondern ab wann du ohne es nicht weiterkommst.

Die Stufen auf dieser Seite

Warum geht der Türkischkurs hier nur bis B1?

Weil B1 die Stufe ist, auf der du im Alltag selbstständig zurechtkommst: beim Arzt, auf dem Amt, bei der Wohnungssuche und im Gespräch über das, was du denkst und erlebt hast. Bis dahin ist alles ausgearbeitet, mit Erklärungen, Wortlisten, Übungen und Lesetexten. Was darüber liegt, braucht vor allem viel Lesen und Hören, und das findest du am besten in echten türkischen Texten.

Die Stufen im Einzelnen

Verstehe ich mit Türkisch auch andere Turksprachen?

Aserbaidschanisch zu einem guten Teil, oft schon nach kurzer Gewöhnung: Die beiden Sprachen sind eng verwandt und teilen Grammatik und viele Alltagswörter. Turkmenisch und Gagausisch stehen ebenfalls nah. Usbekisch, Kasachisch oder Kirgisisch sind auch Turksprachen, aber so weit entfernt, dass du sie ohne eigenes Lernen kaum verstehst — du erkennst eher einzelne Wörter und die Bauweise der Endungen wieder.

Schrift und Aussprache

Die Buchstaben, die zwei i, das weiche g, die Betonung und das Tippen.

Wie spricht man die türkischen Buchstaben aus?

Fast immer so, wie sie dastehen, und fast alle wie im Deutschen. Anders sind vor allem diese: c klingt wie dsch (cami, Moschee), ç wie tsch (çay, Tee), ş wie sch (şehir, Stadt), z wie ein weiches s, v wie ein deutsches w, und y wie ein deutsches j (yol, Weg). Das h wird immer gesprochen, auch mitten im Wort, und ein Doppelkonsonant klingt wirklich doppelt lang: elli, fünfzig.

Das Alphabet und seine Laute

Was ist der Unterschied zwischen i und ı?

Es sind zwei Buchstaben und zwei Laute. i mit Punkt klingt wie im Deutschen. ı ohne Punkt ist ein dumpfer Laut, den du bildest, wenn du ein u sagen willst und dabei die Lippen breit lässt. Am nächsten kommt ihm das unbetonte e in „bitte“, nur wird das ı weiter hinten im Mund gebildet. Auch die Großbuchstaben sind verschieden: İ gehört zu i, I zu ı. Darum schreibt man İstanbul mit Punkt, und kır (Feld) und kir (Schmutz) sind zwei verschiedene Wörter.

i mit und ohne Punkt

Wie spricht man das ğ aus?

Meist gar nicht als eigenen Laut. Nach einem Vokal dehnt es diesen Vokal: dağ (Berg) klingt wie ein langes „daa“, yağmur (Regen) wie „jaamur“. Zwischen e oder i und einem weiteren Vokal klingt es wie ein leichtes j: değil (nicht) ungefähr wie „dejil“. Ein Wort fängt nie mit ğ an, und hart wie ein deutsches g wird es nie gesprochen.

Das weiche g

Wo liegt im Türkischen die Betonung?

Meistens auf der letzten Silbe, und wenn eine Endung dazukommt, wandert die Betonung mit: kitap, kitaplar, kitaplarda. Ausnahmen gibt es bei vielen Ortsnamen, die vorn betont werden (Ankara auf der ersten, İstanbul auf der zweiten Silbe), und bei einigen Endungen, die selbst nie betont sind — etwa die Fragepartikel mi und die Verneinung -me-, vor der die Betonung stehen bleibt.

Die Betonung

Warum heißt es kitap, aber kitabı?

Weil vier harte Konsonanten am Wortende weich werden, wenn ein Vokal folgt: p wird b, ç wird c, t wird d und k wird ğ (nach n zu g). So wird aus kitap (Buch) kitabı, aus ağaç (Baum) ağacı, aus renk (Farbe) rengi. Viele einsilbige Wörter machen das nicht mit: top (Ball) bleibt topu. Darum lohnt es sich, bei neuen Nomen gleich die Form mit Endung mitzulernen.

Wenn der Konsonant weich wird

Wie tippe ich türkische Buchstaben auf einer deutschen Tastatur?

Am einfachsten fügst du in den Einstellungen deines Geräts eine zweite Tastaturbelegung hinzu, „Türkisch Q“, und schaltest bei Bedarf um; dort liegen ç, ğ, ı, İ, ö, ş und ü auf eigenen Tasten. Auf dem Handy reicht es meist, die Grundtaste lange zu drücken: Unter c liegt ç, unter s liegt ş, unter i liegt ı. Lass die Sonderzeichen nicht weg — şişe (Flasche) ohne Häkchen ist kein Wort, und ein ı statt i ändert manchmal die Bedeutung.

Grammatik

Endungen und Vokalharmonie, „sein“ und „haben“, die Fälle, die Zeiten und die Stellen, an denen Deutschsprachige am häufigsten danebenliegen.

Was ist die Vokalharmonie?

Die Regel, nach der sich jede Endung dem Wort anpasst, an dem sie hängt. Es gibt zwei Arten. Manche Endungen kennen nur e und a: nach e, i, ö, ü kommt e, nach a, ı, o, u kommt a — evler, aber kitaplar. Andere kennen vier Formen, i, ı, ü und u: evim, kızım, gözüm, okulum. Welche Endung zu welcher Art gehört, lernst du mit der Endung zusammen. Nach ein paar Wochen hörst du einen Fehler, bevor du ihn erklären kannst.

Die große Vokalharmonie

Warum hat Türkisch keine Artikel?

Weil es sie nicht braucht. Ein Nomen allein ist oft schon allgemein oder bestimmt, je nach Satz: Ev büyük heißt „Das Haus ist groß“. Für „ein“ steht oft bir, das auch „eins“ heißt: bir ev, ein Haus. Was das Deutsche mit „den“ statt „einen“ ausdrückt, zeigt das Türkische beim Objekt mit einer Endung: Bir kitap okuyorum, ich lese ein Buch, aber Kitabı okuyorum, ich lese das Buch.

Nomen ohne Artikel

Wie sagt man auf Türkisch „haben“?

Mit var und yok, „vorhanden“ und „nicht vorhanden“, und der Besitzer steckt in einer Endung am Nomen: Arabam var heißt wörtlich „mein Auto ist vorhanden“, also „ich habe ein Auto“. Vaktim yok heißt „ich habe keine Zeit“. Dieselben zwei Wörter bedeuten auch „es gibt“: Burada bir eczane var mı? — Gibt es hier eine Apotheke?

Es gibt und haben

Wie stelle ich eine Ja-Nein-Frage?

Mit der Fragepartikel mi, die hinter das Wort kommt, nach dem du fragst, und getrennt geschrieben wird. Sie folgt der Vokalharmonie: mi, mı, mu oder mü. Ayşe evde mi? — Ist Ayşe zu Hause? Kahve ister misin? — Möchtest du Kaffee? Die Personalendung hängt dabei an der Partikel und nicht am Verb: Geliyor musun? Neben einem Fragewort wie nerede steht kein mi.

Die Frage mit mi

Steht das Verb im Türkischen immer am Ende?

Im gewöhnlichen Satz ja. Die Grundordnung ist Subjekt, Objekt, Verb: Mehmet her gün gazete okur, Mehmet liest jeden Tag Zeitung. Was du betonen willst, stellst du direkt vor das Verb. Im Gespräch kommt manchmal etwas nach dem Verb, als Nachtrag, aber das lernst du nebenbei. Wer Deutsch spricht, kennt das Verb am Ende aus jedem Nebensatz — nur ist hier jeder Satz so gebaut.

Das Verb am Satzende

Wie sage ich „ich bin“?

Mit einer Endung, nicht mit einem Verb. Sie hängt direkt an das Nomen oder Adjektiv und folgt der Vokalharmonie: Öğretmenim, ich bin Lehrerin oder Lehrer; Yorgunum, ich bin müde; Evdeyim, ich bin zu Hause. „Er ist“ und „sie ist“ brauchen meist gar keine Endung: Ayşe doktor, Ayşe ist Ärztin. Erst in der Verneinung kommt ein eigenes Wort dazu, değil.

„sein“ als Endung

Wie viele Fälle hat Türkisch?

Sechs, und alle sind Endungen am Nomen: der Nominativ ohne Endung, der Akkusativ auf -i, der Dativ auf -e (wohin), der Lokativ auf -de (wo), der Ablativ auf -den (woher) und der Genitiv auf -in. Dazu kommt ile, „mit“, das oft als Endung angehängt wird. Das klingt viel, ist aber regelmäßiger als im Deutschen: Es gibt nur eine Reihe von Endungen für alle Nomen, ohne Geschlecht und ohne Ausnahmetabellen.

Die Fälle im Überblick

Wann bekommt das Objekt die Endung -i?

Wenn es bestimmt ist — wenn das Deutsche „den“, „die“, „das“ oder ein „mein“, „dieses“ davorsetzen würde. Kitap okuyorum heißt „ich lese (ein) Buch“, irgendeines; Kitabı okuyorum heißt „ich lese das Buch“, das wir beide kennen. Eigennamen und Pronomen als Objekt bekommen die Endung immer: Ayşe'yi gördüm, seni seviyorum. Der Akkusativ ist also weniger eine Frage des Verbs als eine Frage der Bestimmtheit.

Der Akkusativ

Was ist der Unterschied zwischen -di und -miş?

Beides ist Vergangenheit, aber aus verschiedener Quelle. Mit -di erzählst du, was du selbst erlebt oder gesehen hast: Ali dün geldi, Ali ist gestern gekommen — du warst dabei. Mit -miş gibst du weiter, was du gehört oder erschlossen hast: Ali dün gelmiş, Ali soll gestern gekommen sein, oder: Ali ist offenbar gestern gekommen. Auch Märchen und Nachrichten aus zweiter Hand stehen oft auf -miş.

Gesehen oder gehört

Wann nehme ich -iyor und wann den Aorist?

Die Gegenwart auf -iyor beschreibt, was gerade läuft oder in nächster Zeit geplant ist: Şu an çay içiyorum, ich trinke gerade Tee. Der Aorist beschreibt Gewohnheiten, allgemeine Wahrheiten und spontane Angebote: Her sabah çay içerim, ich trinke jeden Morgen Tee; Ben açarım, ich mache auf. Das Deutsche hat für beides dieselbe Form, darum ist das die Unterscheidung, an der Deutschsprachige am längsten üben.

Der Aorist

Wie verneine ich einen Satz?

Je nach Satz mit einem von drei Mitteln. Ein Verb bekommt -me- oder -ma- direkt hinter den Stamm: gelmiyorum, ich komme nicht. Ein Nomen oder Adjektiv bekommt das Wort değil: Öğretmen değilim, ich bin kein Lehrer. Und was nicht vorhanden ist, ist yok: Param yok, ich habe kein Geld. Für das deutsche „kein“ gibt es kein eigenes Wort — es steckt in diesen dreien.

Verneinen mit değil

Wozu dient der Apostroph in Ankara'da?

Er trennt einen Eigennamen von seiner Endung: Ankara'da, in Ankara; Ayşe'nin, Ayşes; Almanya'dan, aus Deutschland. Dasselbe gilt für Zahlen in Ziffern: 3'te, um drei. An gewöhnlichen Wörtern steht nie ein Apostroph — evde, im Haus, schreibst du zusammen. Die Endung hinter dem Apostroph folgt ganz normal der Vokalharmonie.

Der Apostroph

Wie bilde ich einen Relativsatz wie „der Mann, der kommt“?

Ohne Relativpronomen, mit einer Verbform vor dem Nomen. Ist das Nomen das Subjekt, nimmst du -en: gelen adam, der Mann, der kommt. Ist es das Objekt, nimmst du -dik mit Possessivendung: okuduğum kitap, das Buch, das ich lese. Der deutsche Nebensatz wird also zu einem langen Adjektiv vor dem Nomen. Das ist B1-Stoff und am Anfang ungewohnt, aber sehr regelmäßig.

Partizipien auf -en

Schreibt man de getrennt oder zusammen?

Beides, mit verschiedener Bedeutung. Als Endung am Wort heißt -de „in, bei, auf“: evde, im Haus. Getrennt geschrieben heißt de „auch“: Ben de geliyorum, ich komme auch. Beide folgen der Vokalharmonie (da nach dunklem Vokal), und nur die Endung wird nach harten Konsonanten zu -te oder -ta. Das „auch“ bleibt immer de oder da.

de und da „auch“

Du, Sie und die festen Sätze

Wen du duzt, wie du jemanden höflich anredest, und was man in welcher Lage sagt.

Sage ich sen oder siz?

Fast so wie im Deutschen du und Sie. sen unter Freunden, in der Familie und mit Kindern, siz mit Fremden, Kunden, auf dem Amt und mit Älteren, die du nicht gut kennst. siz ist zugleich die Mehrzahl, „ihr“. Die Verbform zeigt den Unterschied auch ohne Pronomen: Nasılsın? fragt eine vertraute Person, Nasılsınız? fragt höflich oder mehrere.

sen und siz

Wie rede ich jemanden höflich mit Namen an?

Mit dem Vornamen und einem Wort dahinter: Ayşe Hanım für eine Frau, Mehmet Bey für einen Mann. Das entspricht ungefähr „Frau Ayşe“ und „Herr Mehmet“ und ist im Büro, beim Arzt und unter Nachbarn ganz üblich — den Nachnamen benutzt man dafür selten. Unter Bekannten redet man Ältere oft mit Verwandtschaftswörtern an, etwa abla (ältere Schwester) oder teyze (Tante), auch wenn man gar nicht verwandt ist.

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Was sagt man, wenn jemand arbeitet, krank ist oder gekocht hat?

Für jede dieser Lagen gibt es einen festen Satz. Wer arbeitet, hört Kolay gelsin!, „möge es leicht gehen“. Wer krank ist, hört Geçmiş olsun!, „möge es vorbei sein“. Wer gekocht hat, bekommt Elinize sağlık!, „Gesundheit Ihren Händen“, und vor dem Essen wünscht man Afiyet olsun!. Diese Sätze wegzulassen fällt mehr auf als ein Grammatikfehler.

Die Formeln des Alltags

Wie bitte ich höflich um etwas?

Am natürlichsten mit einer Frage im Können: Bir çay alabilir miyim?, kann ich einen Tee bekommen? Noch weicher klingt der Aorist als Frage: Bana yardım eder misiniz?, würden Sie mir helfen? Lütfen, bitte, kannst du dazusetzen, aber es ist seltener als im Deutschen. Für den Dank danach reicht Teşekkür ederim oder, locker, Sağ ol.

Können mit -ebil

Wörter und Zahlen

Welche Wörter zuerst kommen, woher sie stammen, warum es manche zweimal gibt, und wie Zahlen und Uhrzeit gehen.

Welche türkischen Wörter soll ich zuerst lernen?

Die, ohne die kein Satz geht: Pronomen und Fragewörter, var und yok, die Zahlen, die häufigsten Verben wie gelmek, gitmek, yapmak und istemek, und die kleinen Wörter wie ve, ama und çok. Dazu die Grüße und die festen Sätze, weil sie in jedem Gespräch vorkommen. Die A1-Listen dieser Seite fangen genau dort an.

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Warum gibt es für manche Dinge zwei türkische Wörter?

Weil im 20. Jahrhundert viele arabische und persische Lehnwörter durch neue türkische Bildungen ersetzt wurden — und die alten Wörter trotzdem blieben. So gibt es cevap und yanıt für die Antwort, kelime und sözcük für das Wort, sual und soru für die Frage. Beide sind richtig; das neuere Wort klingt oft etwas förmlicher oder schriftlicher, das ältere im Gespräch vertrauter, und bei manchen Paaren hat sich eines klar durchgesetzt.

Zu den Wortlisten

Gibt es türkische Wörter, die ich schon kenne?

Mehr, als du denkst, nur in türkischer Schreibung: otobüs, taksi, müze, banka, telefon, istasyon. Viele kamen aus dem Französischen, einige aus dem Deutschen, etwa otoban. Vorsicht bei Wörtern, die bekannt aussehen und etwas anderes meinen: Der kuaför ist meist der Friseur für Frauen, der Herrenfriseur heißt berber. Und umgekehrt kennst du yoğurt und kahve längst als Joghurt und Kaffee.

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Warum gibt es zwei Wörter für Onkel und Tante?

Weil das Türkische unterscheidet, über welche Seite der Familie jemand verwandt ist. Der Bruder des Vaters ist amca, der Bruder der Mutter dayı; die Schwester des Vaters ist hala, die Schwester der Mutter teyze. Auch für ältere Geschwister gibt es eigene Wörter, abla und ağabey (gesprochen meist abi). Wer nur „Onkel“ sagt, muss also erst wissen, wessen Bruder gemeint ist.

Zu den Wortlisten

Wie funktionieren die türkischen Zahlen?

Ganz regelmäßig, Zehner vor Einer, wie man sie schreibt: on bir ist elf, yirmi beş fünfundzwanzig, yüz otuz hundertdreißig. Ein Zahlwort vor dem Nomen braucht keinen Plural: iki elma, zwei Äpfel, nicht iki elmalar. Wer die Zahlen bis zehn, die Zehner und yüz und bin kennt, kann jede Zahl bilden.

Die Zahlen

Wie sage ich die Uhrzeit auf Türkisch?

Mit saat und der Zahl: Saat üç, es ist drei Uhr. Halb wird mit buçuk hinter der Stunde gesagt, und dabei steckt eine Falle: Saat iki buçuk ist zwei Uhr dreißig, also „halb drei“. Für die Viertel gibt es çeyrek: Saat üçü çeyrek geçiyor, Viertel nach drei, und Saat üçe çeyrek var, Viertel vor drei.

Die Uhrzeit

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Woher kommen die türkischen Texte und Übungen?

Sie sind für diese Seite geschrieben. Keine Erklärung, keine Wortliste, kein Beispielsatz und keine Übung ist aus einem Lehrbuch, einem Wörterbuch oder einem anderen Kurs übernommen oder übersetzt. Auch die Einstufung der Wörter und Themen ist die eigene dieses Projekts — eine fremde Liste für eine Stufe wurde nicht benutzt.

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